Der Herbst in praller Pracht

Ich kann den Herbst gut leiden. Vielleicht, weil ich in dieser Jahreszeit geboren bin.
Das Licht ist oft so viel schöner als im Sommer, so viel stimmungsvoller. Die Pflanzen, die ich im Frühjahr als Winzlinge gehegt, im Frühsommer rausgesetzt und monatelang gegossen habe, sind voller Früchte und brauchen nur noch abgeerntet zu werden. Da geht mir das Herz auf!

In diesen Tagen passiert es mir oft, dass ich nicht an den Schreibtisch gehe, sondern eben in den Garten. „Du hast es gut, du kannst dir deine Arbeitszeit einteilen“, höre ich dann häufig. Stimmt. Zum Teil 😉 Denn wenn mich der Herbst ins Freie lockt, bleibt drinnen alles liegen, wird keine Zeile geschrieben. Und die Zeit bis zum Abgabetermin wird kürzer und kürzer.

In diesem Jahr kommt erschwerend hinzu, dass Lesungen, die im Sommer abgesagt werden mussten, jetzt nachgeholt werden. Deshalb sitze ich jede Woche am Kalender, disponiere um, plane neu. Das ist nicht immer einfach, passt aber irgendwie gut zum prallen Herbst nach dieser mageren Phase ohne Auftritte.

Es ist und bleibt für mich eine schöne Jahreszeit – auch in diesem etwas anderen Jahr.

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