Perfekter Abschluss

Nun habe ich einen richtig schönen Anlass, um meine Tagebucheinträge des Jahres 2019 versöhnlicher abzuschließen, als mit dem vorigen Beitrag 😉

Am 14. Dezember fand die letzte Lesung dieses Jahres im weihnachtlichen Husum statt. Auf dem Büchertisch lag druckfrisch der zweite Band meiner Elbchaussee-Saga, und ich wusste schon, dass er gute Aussichten hatte, es auf die Spiegel-Bestsellerliste zu schaffen.
In der Woche drauf war es dann soweit: Platz 17 für Jahre an der Elbchaussee – und das im hart umkämpften Weihnachtsgeschäft!

Ich freue mich wahnsinnig.
Und ich bedanke mich bei all meinen Leserinnen und Lesern, die dafür gesorgt haben, dass es dieses Jahr drei meiner Titel auf die Bestsellerliste geschafft haben. Mehr geht nicht, ich bin so glücklich!

Ich wünsche Ihnen von Herzen fröhliche Feiertage, einen richtig schönen Jahreswechsel und ein gesundes und friedliches 2020!

Ihre Lena Johannson

Beklemmende Parallelen

Heute ist der offizielle Erscheinungstag für Jahre an der Elbchaussee, die Fortsetzung meiner Hamburger Familien-Saga. Die Geschichte von Frieda Hannemann, die erfreulich viele Leserinnen und Leser in ihren Bann gezogen hat, geht weiter.

Frieda findet nicht nur ihren Platz im Familienunternehmen, sondern – so scheint es – sie findet auch ihr ganz privates Glück. Und doch ziehen dunkle Wolken auf, denn die Nazis verbreiten immer mehr Angst und Schrecken. Vor allem Juden sind in Gefahr und müssen um ihr Leben fürchten. So auch Friedas Freundin Clara …

Die Entwicklung in Deutschland und Europa in den 1930er Jahren ist bekannt. Trotzdem war ich wieder mal entsetzt, als ich für den zweiten Band recherchiert habe, welche politischen Schritte nötig und möglich waren, um den Nationalsozialisten das Ruder in die Hand zu geben. Offenen Auges haben die Menschen eine Regierung gewählt oder mindestens angenommen, deren grausige Gesinnung doch so klar war.
Wenn ich heute die Nachrichten höre, bin ich noch entsetzter, denn ich habe das Gefühl und die Angst, das alles könnte sich wiederholen. Judenwitze sind wieder gesellschaftsfähig, der Antisemitismus breitet sich aus, es kommt wieder zu Angriffen und Anschlägen. Und wir können nichts tun?
Doch!
Wir können wählen gehen und auf gefährliches Protestwählen verzichten. Wir können da, wo Sätze mit „Ich habe nichts gegen Ausländer, aber …“ oder mit „Naja, man weiß ja, dass die Juden …“ beginnen, den Mund aufmachen und ruhig argumentieren, statt stillschweigend das Gefühl von Zustimmung zu vermitteln.

Ich hätte weder in Claras noch in Friedas Haut stecken wollen. Tun wir alles, damit niemand mehr in derartige Situationen kommt!

Schöne Weihnachtszeit!

Welch ein Jahr!
Gut, noch ist ein Monat übrig. Trotzdem. Die Tage sind kurz, drinnen ist es kuschelig und gemütlich, während draußen der Garten bereits im Winterschlaf liegt.
Ich werde in dieser Jahreszeit immer ein bisschen ruhiger, lasse die vergangenen Monate Revue passieren und freue mich auf den Advent.

Deshalb noch mal: welch ein Jahr, das da gerade zu Ende geht!
Zwei meiner neuen Titel haben auf der Bestsellerliste gestanden, ein dritter hat immerhin angeklopft, ist also nur knapp vorbei geschlittert. Die Villa an der Elbchaussee war nicht nur mein erster Roman, der einen Listenplatz erreicht hat, er hat es auch noch zweimal unter die Verkaufs-Hits der ebooks geschafft.

Besonders schön: Trotz unzähliger Sieben-Tage-Wochen und Zwölf-Stunden-Tage hat mir die Arbeit viel Spaß gemacht. Und es hat sich gezeigt, dass genau die Projekte, die mir am meisten am Herzen lagen, den größten Erfolg hatten. Das ist toll, heißt es doch, dass meine Verlage mir gern die Chance geben, auch in Zukunft solche Herzensprojekte anzupacken.

In diesem Sinne starte ich vergnügt in den Endspurt 2019, freue mich auf 2020 und wünsche Ihnen und mir schon mal eine friedliche und geruhsame Weihnachtszeit!

Newsletter abonniert?

Liebe Besucherinnen und Besucher meiner Seite,

einige von Ihnen denken vielleicht darüber nach, meinen Newsletter zu abonnieren. Andere haben das schon getan. Das ist natürlich eine gute Idee, um zum Beispiel über Termine informiert und über Neuerscheinungen auf dem Laufenden gehalten zu werden.

Eintragen auf meiner Homepage ist ganz einfach. Aber dann … 😉  Leider kann es vorkommen, dass Sie irgendwann keine Post mehr von mir bekommen. Was ist passiert?
Computerprogramme sind schlau. Meistens 😉  Sie können erkennen, ob jemand eine Nachricht wirklich ansieht, oder ob er sie links liegen lässt.
Sehen Sie schon in der Mail alle Bilder des Newsletters? Dann brauchen Sie sich keine Sorgen machen, das Programm wird Sie nicht einfach aus meinem Verteiler schmeißen.
Sehen Sie Platzhalter anstelle der Bilder, sollten Sie über die Einstellungen Ihres Mailprogramms die Darstellung der Bilder erlauben. Schon sind Sie ebenfalls auf der sicheren Seite.
Alternativ können Sie auch einem Link folgen, und sich den Newsletter im Browser ansehen.

Ich freue mich übrigens sehr, dass es schon jetzt so viel Interesse an meinen Neuigkeiten gibt, und hoffe auf weitere Abonnenten, die mir hoffentlich alle lange erhalten bleiben!

Zweites Ich

Wenn Sie auf meiner Homepage stöbern, stolpern Sie vermutlich über den Eintrag Hanna Riis.
Dieses Pseudonym habe ich mir vor einiger Zeit zugelegt, um einen Roman zu veröffentlichen, der so gar nicht zu meinen anderen Büchern passt.

Lange Zeit gab es das Buch nur elektronisch bei Dotbooks, aber nun hat ein Verlag die Lizenz erworben, und Das dunkle Lied der Tiefe noch einmal gedruckt und über Aldi vertrieben.

Wie schön, wenn so ein alter Bekannter wieder auftaucht und seine zweite Chance bekommt 😉
Sollten Sie also bei dem Discounter mit dem großen blauen A Bücher sehen, könnte Hanna Riis dabei sein, und Lena Johannson drinstecken.

Neue Bücher voraus!

Wie vor einigen Wochen berichtet, war ich kürzlich zu einer Lesung in Berlin. Da der Aufbau Verlag seinen Sitz in der Hauptstadt hat, habe ich die Gelegenheit genutzt, mich gleich noch mit meiner Lektorin zu treffen. Es ging um neue Projekte …

Jahre an der Elbchaussee, der 2. Band meiner Hamburg-Saga, erscheint noch in diesem Dezember. Für mich schon Schnee von gestern 😉  Ich schreibe und feile eifrig an dem Abschluss, an Band 3 mit dem Titel Töchter der Elbchaussee, der im nächsten Frühsommer auf den Markt kommt.
Bei unserem Gespräch ging es aber in erster Linie um das, was danach geplant ist. So viel darf ich schon verraten: Es wird einen weiteren biografischen Roman einer skandinavischen Künstlerin geben. Auch eine mehrteilige Hamburg-Geschichte entsteht schon ganz langsam in meinem Kopf. Wieder historisch und doch ganz anders dieses Mal.
Habe ich Sie neugierig gemacht? Das war Absicht 😀

Apropos neugierig … wenn ich schon mal in Berlin war, wollte ich auch etwas von der Stadt sehen. Ich bin endlich mal der Politik aufs Dach gestiegen. Spannend und unbedingt empfehlenswert!

 

Kulturtreibhaus

In Lübeck soll die Kultur …

Kürzlich war ich zu einer Veranstaltung der besonderen Art eingeladen.
Die Stadt Lübeck versammelte unter dem schönen Motto Kulturtreibhaus Künstler, Veranstalter, Pädagogen, Politiker und andere, die Kultur nicht nur konsumieren, in einer Werfthalle. Die war – dem Motto gemäß – wunderbar dekoriert.

… gedeihen und blühen!

Worum ging es? Lübeck will für die Kultur ein Gesamtkonzept auf den Weg bringen. Sie soll eine große Rolle in der Zukunft der Stadt spielen. Was braucht es dafür? Was passt zu Lübeck? Wie kann man die vielen guten Ideen umsetzen? Das waren Fragen, die in Gruppen immer wieder wechselnder Zusammenstellung besprochen und zum Teil schon sehr vielversprechend beantwortet wurden.

Ein toller Ansatz, und ich hoffe sehr, dass dies der Startschuss für eine richtig große Sache war 😛
Die Verpflegung war spitze – dafür vielen Dank! Und am Ende durfte alles, was gerade noch Dekoration war, mitgenommen und eingepflanzt bzw. aufgegessen werden. Sehr schöne Idee!

Nachlese Buchmesse 2019

Erfüllt von unendlich vielen Eindrücken, wunderbaren Begegnungen, einer großen Portion neuer Motivation und – zugegeben – auch etwas müde und heiser bin ich wieder zu Hause angekommen.

Auf die Frage einiger Kolleginnen und Kollegen, warum ich mir alljährlich das Spektakel in Frankfurt antue, kann ich nur antworten: Deshalb! Wegen der unzähligen Bücher, die einen dort umgeben.

Links der Stand von Knaur, jedes Jahr beeindruckend. Rechts der Stand von Kein + Aber, der mal etwas ganz Neues gewagt hat. Bücher zum Anfassen außen, zum Anklicken innen – tolle Idee, tolle Umsetzung!

Mein Lieblingsstand in diesem Jahr war ganz eindeutig der des Aufbau Verlags. Das hat mit den vielen Menschen zu tun – vom Verlagsleiter bis zur Volontärin – die ich dort inzwischen kenne, und die mich so lieb willkommen geheißen haben. Das liegt aber natürlich auch daran, dass ich dort meine beiden Bestseller so schön präsentiert vorgefunden habe 🙂

Nicht nur meine Bücher habe ich am Stand entdeckt, sondern mein Porträt! Für manche Autorin mag das Normalität sein, mein Herz hat einen riesigen Hüpfer gemacht, als ich mich in der Riege der erfolgreichen Kolleginnen und Kollegen entdeckt habe. Fühlt sich einfach großartig an!

Ich hatte so nette Gespräche mit meinen sympathischen Lektorinnen, meinem Agenten, der mich schon über 20 Jahre begleitet, und mit einigen Kolleginnen, die ich zum Teil zufällig traf. Die Chance, mit Mitarbeitern aus dem Vertrieb, der Lizenz- und der Marketingabteilung zu sprechen, hat mir Einblicke beschert, die ich so vorher noch nicht hatte. Wieder etwas gelernt …

Mit schmerzenden Füßen und Dauerlächeln, erschöpft, froh und auch etwas melancholisch, dass es für dieses Jahr schon wieder vorbei ist, habe ich mich am Freitag Nachmittag auf den Rückweg gemacht. Und voller Vorfreude auf den Oktober 2020. Denn nach der Messe ist vor der Messe!
Und am Bahnhof ein letzter Blick auf eins der unzähligen Themen-Regale in diversen Buchhandlungen, in dem ich meine Malerin des Nordlichts gefunden habe:

Ehrengastland: Norwegen

Ich liebe Norwegen! Und ich gehöre zu den eher seltenen Exemplaren von Autorinnen und Autoren, die sich wahnsinnig gerne auf der Frankfurter Buchmesse tummeln.
Da Norwegen in diesem Jahr Ehrengastland ist, war meine Vorfreude auf die Buchmesse 2019 natürlich besonders groß.

In der Planungsphase wurde meine Euphorie ein wenig gebremst. Die Preise für eine Übernachtung in relativer Nähe zum Messegelände ziehen einem alljährlich die Schuhe aus. 300 Euro pro Nacht sind nicht ungewöhnlich. Ohne Frühstück, versteht sich 😉
Da ich keine Millionen auf dem Konto habe, suche ich mir immer ein Zimmer außerhalb. Rüsselsheim, Offenbach, Darmstadt. Dieses Mal hatte ich Glück. Dachte ich. In Sachsenhausen sollte ein Hotel einen Tag vor Messebeginn eröffnen. Von dort hätte ich zu Fuß gehen können – ein Traum.
Zwei Wochen vor meiner Abreise kam die Mail: Die Eröffnung verschiebt sich auf den 01. November! Glücklicherweise hat sich die Hotelchefin um meine Umbuchung in ein anderes Haus gekümmert, sonst hätte ich wohl ohne Dach über dem Kopf dagestanden. Ende gut, Messe gut also 🙂

Es war wieder so schön! Ein kleiner Messebericht mit Fotos folgt am Wochenende. So viel kann ich schon verraten: Ich bleibe Fan der Buchmesse und komme bestimmt auch 2020 wieder, wenn das Ehrengastland Kanada heißt!

Neulich in Berlin

Nun liegt meine Premierenlesung in Berlin schon wieder einige Tage zurück. Die Zeit rennt und rennt. Trotzdem will ich noch davon erzählen, denn es war schön …

Es ist immer aufregend, zum ersten Mal aus einem neu erschienenen Buch zu lesen. Wie kommt es an? Habe ich die richtigen Ausschnitte gewählt? Wie viele Zuhörer werden überhaupt da sein?
Bei der Premiere von Die Malerin des Nordlichts war meine Anspannung um ein Vielfaches höher. Berlin! Ein hartes Pflaster für Veranstaltungen, wie meine Lektorin meinte.

Für strömende Massen wäre bei Pankebuch in Berlin Pankow sowieso kein Platz gewesen. Die Buchhandlung ist sehr klein. Trotzdem findet man vermutlich nirgends eine größere Auswahl an Literatur aus den Nordischen und Baltischen Ländern.
Und so war auch die Lesung eher intim. Interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer, darunter – für mich natürlich besonders schön – meine Schwester, Freunde, meine Lektorin mit Kollegin vom Aufbau Verlag, der die Veranstaltung unterstützt hat. Den technischen Part hat mein Mann übernommen und Bilder passend zu den Texten gezeigt. Zum Schluss gab es weitere Bilder und natürlich Berichte von meiner Recherchereise.

Im Handumdrehen war es vorbei. Die Reaktionen waren durch die Bank super, ich durfte fleißig signieren. Das ist dann immer der Moment, in dem sich Erleichterung breit macht. Und große Freude!