Auf Signes Spuren

Zum ersten Mal im meinem Schriftstellerdasein arbeite ich an einem biografischen Roman. Ich schreibe also eine Geschichte, die einerseits meiner Fantasie entspringt, andererseits aber von einer Person erzählt, die wirklich gelebt hat. Es geht um Signe Munch, angeheiratete Nichte des berühmten Malers Edvard Munch.

Als ich das erste Mal von ihr hörte, war ich sofort total fasziniert. Ich fing an zu recherchieren. Eine schwierige Sache. So interessant die Persönlichkeit Signe Munch war, so wenig ist doch über sie bekannt. Das will ich ändern. Und darum habe ich mich auf den Weg nach Norwegen gemacht.

Mehr von meiner Recherchereise gibt es demnächst an dieser Stelle.

Criminale 2019

Wie versprochen, weise ich schon jetzt auf die Criminale im nächsten Jahr hin. Denn …

…wer Bücher im Allgemeinen und Krimis im Speziellen liebt, sollte sich diesen Termin unbedingt dick in den Kalender schreiben.
…bei kaum einer anderen Veranstaltung laufen innerhalb weniger Tage so viele Autoren in einer Stadt herum.
…neben lustigen und spannenden, originellen und berührenden Lesungen gibt es Vorträge von Fachleuten, wie Profilern, Kommissaren oder auch Pathologen.

Wo auch immer die Criminale ihre Zelte aufschlägt, zieht ein Knistern in die Stadt ein. Beste Unterhaltung ist garantiert!
Für die 2019er Ausgabe mache ich besonders gern Werbung, denn im Rahmen der Gala, die am Samstag Höhepunkt und Abschluss der Criminale bildet, werden die Krimipreise verliehen. Ich habe die Ehre, zur Jury in der Sparte Roman zu gehören. Bin selbst sehr gespannt, wen meine vier Kollegen und ich an dem Abend präsentieren werden, denn noch sind längst nicht alle Einreichungen hier eingetroffen, geschweige denn gelesen …;-)

Mein Tipp: Unbedingt hin zur Criminale 2019 vom 10. – 13. April 2019 in Aachen.

In Szene gesetzt

Es war mal wieder soweit: Neue Autorenportraits mussten her. Dringend!
Wenn man den Bildern, die für die Ankündigung einer Lesung in der Zeitung oder auf einem Plakat abgedruckt werden, nur noch ganz entfernt ähnlich sieht, lässt sich ein Fototermin einfach nicht länger herausschieben.

Mir graut es immer vor diesen Terminen. Ich bin nicht fotogen, und fühle mich vor einer Kamera auch nicht wohl. Aber auch das gehört nun einmal zum Beruf der Schriftstellerin dazu.
Wie es trotz meiner Kamera-Scheu gelingen konnte, dass ein richtig gutes Ergebnis herausgekommen ist? Klicken Sie einfach auf Erfahrungsbericht

Noch mal Nordsee

Im nächsten Jahr, genauer gesagt im Februar, erscheint endlich die Fortsetzung von Die Halligärztin.

Die Liebe der Halligärztin wird der Roman heißen. Darf man schon sagen, der Titel ist bereits im Netz zu finden 😉 
Gleich nach Beendigung des ersten Bandes habe ich mir ständig Notizen gemacht, denn die Figuren waren sehr lebhaft. Ihre Geschichten waren längst nicht abgeschlossen, und so versorgten sie mich permanent mit neuen Ideen, die auf kleinen Zetteln landeten. Im Lauf der Zeit hat sich ein stattlicher Stapel gebildet. Das hat mir die Arbeit an Band 2 leicht gemacht.

Trotzdem: Arbeit bleibt so ein Knapp-400-Seiten-Buch. Wie verknüpfe ich die Handlungsstränge? Wie kommt Ärztin Wiebke dem Auslöser einer mysteriösen Erkrankung auf die Spur? Wie geht Schwimmmeister Tamme damit um, dass ihm die Schuld für einen Unfall in die Badelatschen geschoben wird?

Und nicht zuletzt:

Schafschiet und Weitblick

Was hat sich auf Pellworm verändert, seit ich das letzte Mal da war? Ich habe an Ort und Stelle nachgeguckt und bei der Gelegenheit noch mal ganz viel Nordsee-Atmosphäre geschnuppert, die ich nun frisch in die Seiten packen kann. Die Schafe und ihre Hinterlassenschaften auf dem Deich sind jedenfalls geblieben. Genau wie der großartige weite Blick, den ich so liebe!

Na dann, auf zum Schreib-Endspurt! 🙂

 

Schattiges Plätzchen

Ich gebe es zu: Ich bin nicht immer gern zur Schule gegangen. Was ich in der Schulzeit sehr mochte, waren die Sommerferien oder Hitzefrei 😉

Die Schule habe ich lange hinter mir gelassen, damit aber auch den hoffnungsfrohen Blick auf das Thermometer. Hitzefrei gibt es nicht mehr, denn wenn die Abende wieder kalt sind, und es früh dunkel wird, möchten viele Leser zu einem neuen Buch greifen. Klettern die Temperaturen jetzt in die Höhe, ist mein Blick eher verzweifelt. Denken fällt in der Sauna eben schwer.

Mein großes Glück: Hier in Ostseenähe weht meist eine Brise. In diesen Tagen kann man sich zwar auch darauf nicht mehr verlassen, aber wenn, dann nichts wie raus! Dann wird schnell der Arbeitsplatz unter freiem Himmel eingerichtet.
Ein großer Milchkaffee zum Munterbleiben, eine Kanne Eistee – selbstgemacht natürlich, etwas Studentenfutter für Hirn und Seele und nicht zuletzt das Laptop mit neuem Akku (Danke, Schatz!).

Ja, so lässt es sich deutlich besser arbeiten. Wenn da nicht unsere Untermieter wären. An unserem Giebel haben zwei Schwalbenpärchen gebaut. Drollig, wie sie in höchsten Tönen zwitschernd, fast murmelnd, ständig in ihre faszinierenden Nester fliegen und gleich darauf wieder zur Futtersuche lossausen. Schön, dass sie da sind. Und ein bisschen Ablenkung hat ja noch niemandem geschadet 😉

Lesen, lesen, lesen

Solche gut gefüllten Bücherkisten stehen momentan überall bei mir herum. Der Inhalt: ausschließlich Krimis!
Blutrünstige, humorvolle Geschichten, Regionalkrimis, Thriller und Bücher, die sich zwar in einen Karton aber sicher nicht in eine Schublade stecken lassen.

Als Mitglied der diesjährigen Glauser-Jury muss ich die nicht alle bis zum hoffentlich spannenden Ende lesen. Aber ich sollte mir doch genügend Seiten zu Gemüte führen, um mir ein faires Urteil über den Text bilden zu können.

Welcher Krimi bringt es zum Krimi des Jahres? Wer hat die Perle, den Spitzentitel, den Hammer geschrieben?
Gemeinsam mit meinen vier Jury-Kollegen versuche ich, diese Antwort zu finden.

Dass auf dem Bild kein Autorenname, kein Titel und kein Cover zu erkennen ist, ist kein Zufall. Würde ich etwas verraten, müsste man mich leider erschießen. 😉
Aber das darf ich verraten: Nächstes Jahr im April wird der Sieger im Rahmen der Criminale gekürt. Mehr zum Krimi-Treff des Jahres im nächsten Tagebucheintrag.

Wo bin ich?

Manchmal ist man als Autorin ganz schön viel unterwegs. Erraten Sie, wohin es mich dieses Mal verschlagen hat?

Ja, stimmt, an die Ostsee!

 

 

 

 

Genauer?

Der Badekarren ist ein heißer Tipp …

 

 

Richtig, ich war auf Usedom. Ich durfte schon zum dritten Mal in dem hübschen Hans Werner Richter-Haus in Bansin lesen. Schön war’s mal wieder. Wenn Wetter und WM auch gegen mich waren, kamen doch sehr interessierte Zuhörer, und die Leiterin des Hauses hat – wie immer – für eine wunderbare Atmosphäre gesorgt.
In diesem Sinne: Hoffentlich bis zum nächsten Mal auf Usedom!

 

Dat Hallig nich aus …

Mensch, nun war ich aber wirklich lange nicht mehr an der Nordsee. Jahr um Jahr ohne Hooge? Dat Hallig nich aus! 😉  Also nix wie hin. Und das kam so:

Eine liebe Freundin rief an: „Ich mache eine Woche Urlaub auf Hooge und habe noch Betten frei. Hast du nicht Lust, dich anzuschließen?“
Mein erster Gedanke – nach einem tiefen Seufzer: Keine Zeit. Aber die Sehnsucht nach Warften und Vogelgezwitscher, nach Nordseeluft und Weite im Herzen war sofort da. Und kurz danach der rettende Einfall: Mein nächster Roman spielt zu großen Teilen auf der Hallig! Also musste ich doch geradezu fahren …

Es war soo schön! Ein bisschen wie zweite Heimat, vertraute Gesichter, Menschen, die einen aufnehmen, als wäre man nie weg gewesen und gehen lassen, als würde man sowieso bald wiederkommen. Ein gutes Gefühl.

Viel Neues gab es auch, das bestimmt einen Weg in das Manuskript finden wird. Nicht nur das Dach wird ausgebessert, sondern auch sonst hat sich auf Kirchwarft einiges verändert. Auf Hanswarft, von Einheimischen auch gern Downtown genannt, wird sogar neu gebaut.

 

 

 

Mit frischen Eindrücken im Kopf und im Herzen schreibe ich nun also Die Liebe der Halligärztin.
Keine Sorge, wird nicht kitschig, sondern stellenweise so rau wie die Nordsee 😉

Literaturcafé Carlsson’s

Morgenstimmung am Strand von Binz

Unverhofft kommt gar nicht so oft. Vor allem keine Lesung an so einem schönen Ort …

Für gewöhnlich stehen Lesungstermine lange im Voraus fest, wie Sie in der Rubrik Termine sehen können. Manchmal ein ganzes Jahr. Im Frühjahr bekam ich die Anfrage, ob ich nicht kurzfristig in einem Literaturcafé auf Rügen lesen könnte …

Schlafen unter dem Sanddornzweig

Eigentlich hatte ich überhaupt keine Zeit. Neue Projekte, Steuererklärung, ach ja, einen Haushalt gibt es ja auch noch …
Andererseits …Binz auf Rügen, Strand, ein lauer Frühsommerabend …Obendrein gehört das Café zu einer Pension mit dem schönen Namen Villa Sanddorn.

Was soll ich sagen? Ich bin gefahren und habe es nicht bereut. Nicht nur, dass es eine nette und interessierte Runde war, die sich zum Zuhören eingefunden hatte, nein, allein das Café und die Pension sind eine Reise wert. Normalerweise vermeide ich Werbung auf meiner Seite, aber in diesem Fall muss ich eine Ausnahme machen. Schon die liebevolle Einrichtung hat mich begeistert. Doch selbst die verblasst gegenüber den Mitarbeitern. So ein großartiges Team! Selten darf man so sehr das Gefühl genießen, ein willkommener Gast zu sein, dessen Wohlbefinden allen am Herzen liegt. Dass die Küche außerdem köstliche Qualität liefert, rundet das Ganze ab. Einfach toll!

Ich freue mich jetzt schon darauf, im Juli im Carlsson’s aus Villa Sanddorn zu lesen 😛

Gut geklappert ist halb gewonnen

Klappern gehört zum Handwerk, heißt es.
Ich muss zugeben, Werbung für meine Bücher zu machen, gehört nicht zu meinen Lieblingsaufgaben.

Manchmal kann Werbung aber auch Freude machen. Zum Beispiel, wenn der ortsansässige Supermarkt einen engagierten Leiter mit einem großen Herz für lokale Produkte hat.
So steht mein Marzipanmädchen – signiert natürlich – nun also neben Marzipantorten mit örtlichem Motiv – welch eine schöne Geschenkidee. Mal sehen, ob die Kunden das auch so sehen 😉