Bücher lokal kaufen – oder hier!

Eigentlich wollte ich zum Thema Corona nichts mehr sagen. Dieser kleine Tagebuch-Beitrag hat auch nur ganz am Rande damit zu tun … 😉

Ganz unabhängig von irgendwelchen Krisen werbe ich immer dafür, Bücher direkt bei der Buchhändlerin oder dem Buchhändler in der Nähe zu kaufen. Beste Beratung, beste Möglichkeit zum Stöbern, bester Preis (denn Bücher sind noch immer preisgebunden!).
Mancher bevorzugt die Bestellung per Internet. Kein Problem, lokale Händler können auch das meist leisten.
Und dann gibt es ja auch noch die Alternative mit dem großen A. Nein, ich meine nicht den Marktplatz, der mal eben Bücher aus seinem Programm schmeißt, um mehr Hygieneartikel in die Regale packen zu können. Ich meine das schöne A mit der Schreibfeder vom Autorenwelt-Shop.

Das ist eine Online-Buchhandlung, die Autorinnen und Autoren an ihrem Umsatz beteiligt. Das ist immer gut, aber gerade jetzt – nach unzähligen ausgefallenen Lesungen, also unzähligen Honorarverlusten – für viele Kolleginnen und Kollegen ein echter Rettungsanker.
Wie das Ganze funktioniert, ohne dass Sie draufzahlen müssen, erklärt ganz prima ein hübsches Video.

Kauderwelsch auf Italienisch

Im März bekam ich zum ersten Mal Post aus Italien. Eine sehr nette Übersetzerin meldete sich, die für eine italienische Ausgabe von Die Villa an der Elbchaussee sorgen sollte. Sie erzählte, dass sie sehr gute Plattdeutsch-Wörterbücher besäße und fragte, ob sie mich dennoch kontaktieren dürfe, falls sie mit einigen Hamburger Begriffen nicht weiterkäme. Natürlich durfte sie. Ich fand es sehr spannend!

Mails gingen hin und her, wir stellten fest, dass wir mehr als nur einen Faible für Schokolade gemeinsam haben. Die sympathische Kollegin kam bewundernswert gut zurecht, meistens versicherte sie sich nur, ob sie etwas richtig verstanden bzw. interpretiert hatte. Sie hatte. Immer!

Und dann gab es doch eine harte Nuss.
Eines Tages fragte sie: „Welche wäre die wahre Bedeutung dieser Wörter: Tunsidanich Werdnbereun?“
Selbst jemand mit Deutsch als Muttersprache wäre da wohl an seine Grenzen gestoßen, denn meine Figur sagt eigentlich: „Tun Sie das nicht. Sie werden es bereuen!“ Leider hat sie einen Knebel im Mund, deshalb das Kauderwelsch 😉

Übrigens, am 16. Juli wird das Ergebnis schon in Italien veröffentlicht. Der Titel spricht von Liebe, die in der Schwebe bleibt. Ob es das trifft? Ich hoffe jedenfalls sehr, dass Frieda, Ernst und die anderen Figuren der Elbchaussee-Saga viele italienische Fans finden, damit auch die Folgebände übersetzt werden müssen und ich wieder mit dieser tollen Übersetzerin arbeiten darf!

Lesen! – mit Abstand

Noch immer Corona. Überall fallen Lesungen aus. Überall? Nein!
Im schönen Lübeck ist eine neue Lese-Reihe entstanden und hat sich schnell einen Namen gemacht.

Hilke Flebbe, Inhaberin des Klassik Altstadt Hotels, und Filmemacherin Simone Luers (com:moveo) haben sich das Format Lesen! – mit Abstand ausgedacht und Autorinnen und Autoren eingeladen, die einen Bezug zur Hansestadt mitbringen. Auch ich wurde gefragt und habe sehr gern Ja gesagt.
Mein erster Roman Das Marzipanmädchen spielt schließlich in Lübeck, und ich mag die Stadt sehr (weshalb ich gern mal auf Foto-Safari gehe 😉 )

Die Aufzeichnung meiner kurzen Lesung aus Jahre an der Elbchaussee fand in der wunderschönen Günter Grass-Suite des Hotels statt. Simone Luers hat mit drei Kameras für professionelle Bilder gesorgt und war auch für den guten Ton zuständig. Hilke Flebbe hat charmant an- und abmoderiert. Ein wirklich toller Termin nach so langer Lese-Pause!

Das Ergebnis ist hier zu sehen: Lesen! – mit Abstand
Auf dem hoteleigenen Youtube-Kanal finden Sie natürlich nicht nur mich, sondern ganz viele Kolleginnen und Kollegen. Ein Blick darauf ist für mich wie eine Art virtuelles Klassentreffen. Er lohnt sich bestimmt auch für Sie, von Krimi bis Lyrik ist nämlich alles dabei. Viel Spaß!

O du fröhliche …

Wie das Leben manchmal so spielt …
Kürzlich fragte mich eine Kollegin, ob ich mir vorstellen könnte, einen Kurzkrimi für eine Sammlung zum Thema Kaffee zu schreiben, die sie herausgeben wollte. Im Verhältnis zu Romanen kosten solche Beiträge viel Zeit, denn wenn auch nur zwischen 20 und 30 Seiten zu schreiben sind, muss ich mir doch die Figuren ausdenken, ihren Lebenslauf entwerfen, ihren Charakter kennen.
Trotzdem habe ich zugesagt, denn ich war wirklich lange nicht mehr kriminell unterwegs 😉 Da ich mit dem Verlag bisher nicht zusammenarbeite, habe ich meinen Agenten gefragt, ob etwas gegen diese neue Kooperation sprechen würde. Das war nicht der Fall. Allerdings plante der Aufbau Verlag, mit dem ich ja schon viele wunderbare Bücher machen durfte, ebenfalls eine Anthologie. Es bot sich also an, mich an diesem Projekt zu beteiligen.

Weihnachten war vorgegeben, ansonsten war ich frei. Ich hätte auch eine reine Liebesgeschichte entwickeln können oder voll auf Humor setzen dürfen. Wollte ich aber nicht, ich wollte mörderisch schreiben.

Meine erste Idee: Knecht Ruprecht oder Nikolaus zum Leben erwecken. Ich habe mir die Biografie von Nikolaus von Myra gründlich angesehen, Legenden über ihn gelesen. Langsam entwickelte sich meine Hauptfigur Nikolo.

Idee Nummer 2: Die Legenden passten perfekt zur Flüchtlingswelle 2015. Wie wäre es, wenn ich von einem Syrer mit türkischen Wurzeln erzähle, der Menschen rettet wie Nikolaus von Myra? Fehlt noch der Krimi-Aspekt. Ich wollte den Mann in Deutschland eine Frau kennenlernen lassen, der er zu Weihnachten einen großen Wunsch erfüllen möchte. Dabei kommt es zu einem Unfall, der als Totschlag ausgelegt werden könnte.
Irgendwie noch nicht überzeugend.

Dann kam die dritte Idee: Raus mit dem doch noch relativ aktuellen politischen Bezug, und mal eben die Handlung weiter in die Vergangenheit verlegt, in die 60er Jahre. Nikolo ist kein Syrer, sondern ein Gastarbeiter aus der Türkei. (Ich glaube, jetzt hat er auch erst seinen Namen bekommen 😉 )

Ich habe mich in diese Zeit eingearbeitet. Sehr spannend! Und dann war plötzlich ganz viel da. Meine Finger huschten über die Tastatur, ein Verbrechen geschah, ein Mann starb, obendrein wurde es richtig weihnachtlich – Ende Mai!
Text fertig, ab damit zu den Testlesern und der Lektorin. Beiden Testlesern gefiel die Geschichte, nur fanden sie sie zu wenig kriminalistisch. Die kluge Lektorin hat erkannt: Raus mit den mörderischen Elementen, denn die passen eigentlich gar nicht.
Und so wurde aus dem Kurzkrimi zum Thema Kaffee eine Weihnachtsgeschichte im Hamburg der 60er mit ganz viel Atmosphäre und Herz 😛

Verrückt, wie das Leben manchmal so spielt …

Verschoben

In meinem letzten Newsletter hatte ich den Erscheinungstermin für den dritten Band um die Halligärztin Wiebke Klaus noch für den 27. April angekündigt. Dann erging es mir wie so vielen Kolleginnen und Kollegen, Ullstein hat den Erscheinungstermin meines neuen Romans verschoben. Es hieß, die gedruckte Ausgabe würde nun erst im Juli auf den Markt kommen, aber das ebook wie geplant im April.

Nun ist wieder alles anders. Aus gutem Grund. Der Verlag will dem Buch die besten Startchancen geben. Darum wird ständig neu überlegt und neu entschieden. Mit den Öffnungen der Buchhandlungen hatte sich die Situation geändert: Sommerglück auf der Hallig erscheint jetzt in allen Varianten am 13. Juli 2020!

Und damit die Wartezeit für Sie nicht zu lang wird, stelle ich am 27. Mai 2020 schon mal eine kurze Lesung auf meine Seite. Ich kann versprechen, dass es da ziemlich rasant zugehen wird. Wenn Sie Lust haben mir zuzuhören – ganz bequem von zu Hause aus – klicken Sie einfach hier.

Was ist schon normal?

Derzeit ist überall etwas von einer neuen Normalität zu hören.
Aber was ist schon normal? Für jede Party eine neue Hose kaufen zu können, die so billig ist, dass sie auch nicht mehr als eine einzige Feier übersteht? Ein Wochenende in Barcelona verbringen, weil Flüge gerade für 19,99€ im Angebot sind?
Einige vermeintlich normale Dinge vermisse ich nicht.

Einfach mal in einer Buchhandlung total die Zeit vergessen vor lauter Stöbern, das vermisse ich sehr wohl. Darauf werden wir leider noch etwas warten müssen. Aber immerhin haben die Läden wieder geöffnet. Ein schöner Anfang! Besonders gelungen finde ich den in der Bücherliebe in Stockelsdorf, wo Gesundheitsschutz großgeschrieben wird, auf kluge und sehr charmante Art. Wer hier stöbern möchte, hat die gesamte Buchhandlung für sich allein. Komplett die Zeit vergessen, sollte man aber nicht, denn die anderen wollen schließlich auch in den Genuss kommen 😉

In diesem Sinne: Genießen Sie das Leben! Mit Vorsicht und Rücksicht 😀

Welttag des Buches

Heute lassen wir die Korken knallen und freuen uns!
Es ist Welttag des Buches, und hierzulande dürfen Buchhandlungen die auf Papier oder elektronisch gespeicherten Geschichten, Bilder, Ratschläge, Informationen, Spinnereien, Gedanken, Gedichte, und und und wieder verkaufen.

Ich weiß natürlich, dass momentan vielen nicht danach zumute ist, Korken knallen zu lassen. Darum begnüge ich mich mit einem Kaffee 😉 Trotzdem: Der Welttag des Buches ist gerade in diesem Jahr Anlass zur Freude, finde ich. Denn Bücher entführen uns aus der Realität, eröffnen neue Horizonte, können auch trösten. Wie sage ich immer? Schreiben heißt neue Welten betreten. Und: Lesen macht die Welt bunt. Die Welt da draußen ist für uns plötzlich wieder ungewohnt klein geworden. Umso wichtiger, sie wenigstens im Geist zu bereisen und neu zu entdecken.

Was hat es mit dem 23. April auf sich? Das Datum gilt als Todestag des Spaniers Miguel de Cervantes. Wahrscheinlich starb er in der Nacht, genauer gesagt, noch am 22.04.1616, doch am 23.04. wurde er bestattet, weshalb das Datum aktenkundig wurde. Übrigens landeten die Gebeine des Schriftstellers, dem mit Don Quijote ein Meisterwerk gelang, in einem Massengrab. Obwohl sein Roman um den Ritter von der traurigen Gestalt sofort ein Erfolg war, hatte Cervantes wirtschaftlich nichts davon.
Immerhin wird er nun jedes Jahr mit dem von der UNESCO ausgerufenen Welttag des Buches geehrt.

In diesem mehr als ungewöhnlichen Jahr nimmt der European Writers‘ Council den Tag zum Anlass für eine Kampagne. Grund: In den politischen Debatten ist derzeit viel von der Kulturindustrie und der Buchbranche zu hören. Ziemlich abstrakt. Schließlich geht es doch um Menschen, die Urheber und Auslöser jedes kreativen Prozesses und Produkts sind. Die Autorin, den Autor hinter dem Buch sichtbar zu machen, das ist die Idee der Kampagne.

Daran nehme ich natürlich gerne teil. Hier ist mein kleiner Beitrag:

Ein dickes Dankeschön an dieser Stelle übrigens an meine sehr geschätzte Kollegin Sandra Lüpkes.

#behindeverybook …

is a creative mind

Sie hat es mir mit ihrer Facebookseite ermöglicht, mich zu beteiligen, obwohl ich selbst ja nicht in den sozialen Medien unterwegs bin. Sandra ist nicht nur eine sehr sympathische Frau, sondern auch noch ein Multitalent. Sie schreibt, singt, moderiert und spielt diverse Instrumente. Respekt! Ein Blick auf ihre Seite lohnt sich unbedingt 😛

 

Die CRIMINALE im Netz

Professionell und einfach gut: Sandra Lüpkes und Ralf Kramp

Morgen würde ich eigentlich zur CRIMINALE starten. Normalerweise. Aber was ist schon normal?
Das diesjährige Krimi-Festival hätte in Hannover stattgefunden. Interessante Workshops, packende Vorträge, mitreißende Lesungen, furiose Wiedersehen – alles fällt aus. Alles? Nicht ganz …

Höhepunkt einer jeden CRIMINALE ist die Preisverleihungsgala. Sie wird auch in diesem Jahr mit Sicherheit charmant und unterhaltsam präsentiert von den beiden Moderatoren Sandra Lüpkes aus dem Home-Office in Berlin und Ralf Kramp aus dem Kriminalhaus in Hillesheim. Die zwei stellen die Nominierten und Sieger in den Kategorien Roman, Debüt, Kurz-, Jugend- und Kinderkrimi vor und verleihen den Ehren-GLAUSER. Während die Gewinnerinnen und Gewinner der fünf Hauptkategorien erst an dem Abend bekannt gegeben werden, ist schon jetzt klar, dass Bestsellerautorin Nina George den Ehrenpreis erhält und ebenfalls als Teil der Produktion eine Dankesrede aus ihrem Zuhause halten wird.

„Einschalten“ lohnt sich ganz bestimmt! Ich werde es mir jedenfalls mit Popcorn und Getränk vor dem Bildschirm gemütlich machen.

Los geht’s am 18. April 2020 um 19:30 Uhr
Einfach auf www.das-syndikat.com oder www.die-criminale.de gehen. Dort wird man über einen eingebetteten YouTube-Kanal direkt ins Geschehen geleitet. www.facebook.com/SYNDIKAT.Kriminalliteratur geht auch. 

Übrigens: Schon ab heute läuft das Vorprogramm 😉 Immer um 19 Uhr (bis einschließlich Freitag, 17.04.20) präsentieren vier AutorInnen Ausschnitte aus der extra geschriebenen Hannover-Krimi-Anthologie.

Viel Spaß und bleiben Sie alle unverzagt!

Die Liebe in Zeiten von Corona

Mein letzter Tagebucheintrag erzählte von einem Seminar in Wolfenbüttel, bei dem es darum ging, über große Gefühle zu schreiben. Wie sehr hat sich seitdem alles verändert! Eine Lektion hieß: Weniger ist mehr. Das gilt jetzt überall. Je größer der körperliche Abstand, je konsequenter der Verzicht auf Umarmung und Küsse desto größer ist die Liebe 😛 

Es fällt mir nicht leicht, meine Gedanken zu sortieren. So vieles bricht über jeden von uns herein. Mein Augenmerk liegt naturgemäß auf den Buchhandlungen, Verlagen und der Kreativbranche.
Viele kleine Buchläden, die schließen mussten, sind in ihrer Existenz bedroht. Wie groß ist das finanzielle Polster der Verlage, werden sie die Krise überstehen und sogar alle geplanten Projekte umsetzen können? Lesungen brechen weg. Sie machen aber einen wichtigen Anteil der Gesamteinnahmen eines Autors aus.

Spätestens bei diesem Anblick wird jedem klar, dass Hamsterkäufer gar keine Hamster kaufen!

Viele Kolleginnen und Kollegen, die ohnehin von der berühmten Hand in den Mund gelebt haben, wissen jetzt gar nicht mehr, wie es weitergeht.

Täglich flattern Informationen von Berufsverbänden und Fachmagazinen herein. Darunter diese: Amazon stoppt seine Buchbestellungen, um Lagerplatz für Produkte zu schaffen, die jetzt gebraucht werden. Gemeint sind Waren für den täglichen Bedarf, medizinische Verbrauchsgüter und andere Produkte mit hoher Nachfrage.
Ein Schelm, wer an Böses wie Umsatzmaximierung denkt. Unterstellen wir mal, dass es um eine gute Versorgung der Menschen geht. Aber werden Bücher nicht auch gebraucht, um die Menschen aus der kleinen Wohnung heraus abzulenken und mit positiven Geschichten zu versorgen? Sollten nicht auch Ratgeber zur Verfügung stehen, die praktische Beschäftigungstipps oder psychologischen Beistand liefern können?
Ich habe mich schon immer dafür eingesetzt, den lokalen Buchhandel zu nutzen und zu unterstützen, um bunte Ortskerne und Innenstädte zu erhalten. Jetzt erst recht! Mein Appell: Setzen Sie sich telefonisch oder per Mail mit der Buchhandlung Ihres Vertrauens in Verbindung oder sehen Sie im Internet nach. Dass ein Laden geschlossen ist, bedeutet nicht, dass nichts läuft. Ich weiß, dass einige eifrige Buchhändler an Konzepten arbeiten, von der Online-Bestellung mit Belieferung bis zu Abholmöglichkeiten in Apotheken. Wenn Sie Bücher auch in Zeiten von Corona lieben, nutzen Sie bitte solche Wege, um sich mit Lesestoff oder Oster-Geschenken zu versorgen. Die Gefahr ist real, dass es sonst nach der Krise viele schöne Stöber-Läden nicht mehr gibt.
Wenn Sie darauf angewiesen sind, online zu bestellen und per Post beliefert zu werden, dann bitte im Autorenwelt-Shop. Autoren verdienen an jedem verkauften Buch durchschnittlich zwischen 5 und 9%. Beim Autorenwelt-Shop gibt es noch mal 7% extra. Eine wichtige Hilfe in dieser Zeit.

Was mich in diesen Tagen ärgert:
Einige glauben, die Lage besser einschätzen zu können als eine große Gemeinschaft renommierter Fachleute und setzen sich einfach über Regeln hinweg, obwohl sie damit das Leben anderer gefährden.
Leider wird hier und da auf eher hohem Niveau geklagt und nur gefordert, statt zu fragen: Wie

Das örtliche Café bietet für Menschen mit erhöhtem Risiko Einkaufsmöglichkeiten durchs Fenster an.

kann ich meinen Beitrag leisten?

Was mich aber sehr freut:
Ganz viele Menschen nutzen gewonnene Zeit und bieten anderen ihre Hilfe an.
Ungeheuer viele kreative Ideen werden entwickelt und können dank der Vernetzung umgesetzt werden – ganz ohne körperliche Anwesenheit.

Was ich mir wünsche:
Dass sich ein Umdenken breit macht, das weg führt von maximalem Profit, maximalem Spaß und maximal durchgetakteten Kalendern.
Dass nicht jeder, der Anspruch darauf hat, Geld vom Staat nimmt. Wer es sich leisten kann, aus eigenen Mitteln eine Zeit zu überbrücken, täte der Allgemeinheit einen großen Gefallen, denn die Kosten, die wir alle gemeinschaftlich aufbringen müssen, werden immens sein.
Dass die Volksparteien und die Politiker, die in letzter Zeit auf allen Ebenen – vom Bürgermeister der kleinen Gemeinde bis zum Bundesminister – angefeindet und wenig ernst genommen worden sind, jetzt wieder Ansehen und Respekt bekommen, die sie verdienen. Sie machen eine wichtige Arbeit. Ich finde, sie machen sie gerade jetzt richtig gut!

Ich bin zuversichtlich, dass meine Wünsche in Erfüllung gehen, denn ich bin Schriftstellerin, und Romane gehen oft gut aus 😉

Was ich mir überlegt habe, um mich bei Buchhändlern, Supermarktmitarbeitern, Pflegepersonal, Ärzten, Apothekern und unzähligen anderen zu bedanken, die gerade den Laden am Laufen halten, verrate ich demnächst an dieser Stelle.

Übrigens: Jetzt noch schnell in meinen Newsletter eintragen, lohnt sich. Ich spendiere meinen Abonnenten dieses Mal eine extra lange Leseprobe meines demnächst erscheinenden Romans Sommerglück auf der Hallig.

Bleiben Sie gesund und passen Sie bitte gut auf sich und alle anderen auf!

 

 

Nur die Liebe zählt

Marktplatz

©H.-J. Ottinger

Endlich mal wieder Wolfenbüttel!

Auch wenn man schon Tausende Bücher verkauft hat, sollte man sich nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen 😉 Wie heißt es doch gleich? Das Lernen hört nie auf! Stimmt. Und wo könnte man das besser als in der Bundesakademie für Kulturelle Bildung im schönen Wolfenbüttel?
Eine wirklich hübsche Stadt, ein fachlich unschlagbares Institut mit erstklassigen Mitarbeitern auf allen Ebenen, die Unterbringung in einer alten Mühle

Haus mit Herz

©H.-J. Ottinger

mit ganz viel Atmosphäre – für mich die perfekte Kombination!

Ich habe mich hier schon an Kurzgeschichten versucht, mit Spannung beschäftigt und mit eher nüchternen Vertragsfragen. Nun geht es also um die ganz großen Gefühle. Wie erzähle ich meinen Lesern davon, ohne dass es allzu kitschig oder abgedroschen klingt? Interessantes Thema, oder?
An dem Haus rechts gut zu sehen: Die Liebe ist in Wolfenbüttel allgegenwärtig 😉 Mal sehen, ob ich sie nach dem Seminar in ganz neue Worte kleiden kann …