Ein perfekter Start

Das neue Jahr beginnt bunt. Heute Morgen wurde ich von einer Journalistin aus Amsterdam für  Hebban.nl interviewt. Das ist die größte und, wie sie von sich sagen, netteste Buch- und Leser-Plattform in den Niederlanden und in Flandern. Da wird gemeinsam gelesen, Bücher werden verlost, es gibt Rezensionen und eben auch exklusive Informationen von Autorinnen und Autoren.
Was ich dort zu suchen habe? Ganz einfach, meine Trilogie Die Frauen vom Jungfernstieg erscheint auf niederländisch! Band 1 ist für Februar geplant, Band 2 und 3 erscheinen wahrscheinlich auch noch 2022. Ich freue mich so!

Und das ist noch nicht alles.
Die Villa an der Elbchaussee soll im Frühjahr endlich in Spanien auf den Markt kommen, auch ein tschechischer Verlag hat seine Fühler inzwischen nach dem Titel ausgestreckt. Das wäre dann schon die dritte Übersetzung, denn eine italienische Version gibt es ja schon.

Apropos Italien, dort müsste gestern der erste Band von Die Frauen vom Jungfernstieg erschienen sein. Der italienische Titel heißt übrigens ungefähr: Der Traum von Schönheit – Drei Frauen, ein großes Unternehmen, die Geburt einer Legende

Na, erkannt? Es ist „Die Malerin des Nordlichts“

So darf das Jahr gern weitergehen 😀
Übrigens gibt es noch einen internationalen Neuzugang in meinem Bücherregal. Leider kann ich Ihnen den Titel nicht übersetzen, nicht einmal den Namen der Autorin „vorlesen“ 😉 Aber vielleicht erkennen Sie es auch so …

Einmal werden wir noch wach

Die Weihnachtsplätzchen sind gebacken und zum Teil auch schon verschenkt oder vernascht. Auf Tanne und Lichterkette liegt Schnee. Kein Zweifel, es weihnachtet sehr!

Meine letzte Lesung des Jahres im Rahmen der weihnachtlichen Landpartie auf Schloss Goedens war die perfekte Einstimmung auf die Festtage.

Ein Erlebnis: die weihnachtliche Landpartie im Schloss Goedens und vor allem im Schlosspark

 

 

 

 

Nun ist es Zeit, den Computer auszustellen, ein Gläschen Rotwein einzuschenken und zur Ruhe zu kommen.

Aber vorher möchte ich Ihnen allen ganz herzlich Danke sagen! Danke, dass Sie meine Bücher gekauft und gelesen haben, danke, dass Sie sich die Mühe gemacht haben, mir Mails zu schreiben. Danke, dass Sie die wenigen Lesungen, die möglich waren, besucht haben, obwohl Sie eine Maske tragen mussten.

Wenn Sie an den Feiertagen ein wenig Zeit haben, lade ich Sie herzlich ein, den ersten Teil meiner Premieren-Lesung der „Frauen vom Jungfernstieg“ auf meinem Youtube-Kanal anzusehen. Teil 2 folgt im nächsten Jahr.

Und nun wünsche ich Ihnen glückliche Weihnachtstage, einen harmonischen Jahreswechsel und ein neues Jahr voller schöner Erlebnisse und Begegnungen. Bleiben Sie gesund!

Aus Lesung wird Podcast

Lena, Frank und Matthias mit ihren Büchern

In diesen Zeiten sind Lesungstermine immer der Auslöser für das sprichwörtliche Wechselbad der Gefühle. Große Freude, dass man wieder auftreten darf, ebenso großes Bangen, dass in letzter Minute abgesagt wird. So stabil die Hygienekonzepte der Veranstalter auch sind, so gründlich kann ein Stadtrat oder Bürgermeister sie von heute auf morgen über den Haufen werfen.

So geschehen im schönen Frankenberg an der Eder. Mit meinen Kollegen Frank Friedrichs und Matthias Teut – zusammen sind wir das Trio Leselust und Lampenfieber – bin ich am 26. November nach Hessen gereist.
„Eure ist die letzte Veranstaltung, die wir noch durchführen dürfen“, sagte man uns zur Begrüßung. „Glück gehabt“, könnte man denken, nur hat die 2G-Regel leider für Stornierungen bereits reservierter Tickets gesorgt.

Frankenbergs ältestes Haus, das Steinhaus, beherbergt die Bücherei

Erfreulicherweise hatte Bibliothekar Jan eine richtig gute Idee: „Wir machen einen Podcast draus!“
Also haben wir unsere Leseshow aufgezeichnet, Jan schneidet sie zusammen, und wir werden sie irgendwann auf unserer Seite www.lesula-net veröffentlichen. So kommt die Lesung doch noch zu ihrem Publikum – wenn auch nicht live und ausschließlich akustisch, dafür aber jederzeit und immer wieder.

Beim Blick aus dem Dachfenster der Bibliothek ist mir zum ersten Mal in diesem Jahr weihnachtlich ums Herz geworden.

Vielen Dank an Bibliothekar Jan, seine Mannschaft und Rüdiger Richter von der Buchhandlung Gernot Hykel, der unsere Bücher so liebevoll und engagiert präsentiert hat.

Premiere: Lena stellt aus!

Für bildende Künstler ist es vermutlich Routine, ihre Werke irgendwo aufzustellen oder anzuhängen und sie dort allein zurückzulassen. Für mich ist das eine neue Erfahrung. Und dazu kam es so:

Noch etwas trostlos …

… kreativ belebt.

 

 

 

 

 

 

 

 

In einem Newsletter las ich, in Travemünde würde ein Pavillon zur Verfügung stehen, in dem Künstler und Künstlerinnen Gemälde, Fotografien oder auch Skulpturen präsentieren dürften. Welch eine schöne Idee!
Und was ist mit Büchern?
Auf meine Mail an den sehr engagierten Organisator kam schnell eine freundliche Antwort: Literatur ist selbstverständlich auch willkommen.

Ich überlegte nicht lange, schon war das Konzept klar: Neben ein paar Büchern sollte der Film über meine Arbeitsweise in Dauerschleife zu sehen sein.
Ein Banner für Messe-Auftritte und ähnliches wollte ich mir ohnehin längst drucken lassen. Während ich mich nun der Gestaltung widmete, stellte sich mein Mann den technischen Herausforderungen, die er im Handumdrehen bewältigt hat.

Hinter der Scheibe läuft mein Film mit Untertiteln für die Menschen vor der Scheibe

Das Ergebnis ist etwa bis Ende des Jahres im schönen Travemünde zu sehen, Ecke Vogteistraße/Rose, unweit des Hafenbahnhofs. Verlängerung nicht ausgeschlossen.
Bis April soll es neben wechselnden Ausstellungen auch Mal-Aktionen für Kinder, Workshops und vielleicht mal eine Signierstunde geben. Außerdem arbeitet eine Künstlerin häufig vor Ort und freut sich über Besuch.

Kunst statt Leerstand – eine großartige Aktion, wie ich finde. Noch dazu, weil die Eigentümerin den Pavillon kostenlos für dieses Projekt zur Verfügung stellt, das von einem engagierten Travemünder ins Leben gerufen und ehrenamtlich betreut wird.

Jetzt auch auf Youtube

Wie heißt es so schön? Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus.

Für mich ist das Ereignis groß, und Schatten geworfen hat es auch zu genüge, denn ich habe es mehrfach angekündigt. Endlich ist es soweit, ab sofort gibt es meinen eigenen YouTube-Kanal!
Im Mai hatte ich in meinem Newsletter gefragt, ob überhaupt Interesse daran besteht. Die Resonanz war enorm. Dafür an dieser Stelle vielen Dank!

Apropos Dank, ein riesengroßes Dankeschön geht an meinen Mann! Er hat den Kanal eingerichtet, was mich vermutlich an den Rand des Wahnsinns gebracht hätte. Außerdem versieht er jeden Film mit einem kleinen Vorspann, steht nicht selten hinter der Kamera, schneidet, sorgt für den guten Ton und vieles mehr. Danke, mein Schatz!

Los geht es mit zwei Filmen:
In Herzlich Willkommen – bei schönstem Sonnenschein aufgenommen – verrate ich Ihnen, was Sie auf meinem Kanal so alles erwartet.
Der Beitrag von Pietsch Pictures, über dessen Entstehung ich hier in meinem Tagebuch berichtet habe, entführt Sie an Original-Schauplätze von Die Frauen vom Jungfernstieg und erzählt Ihnen jede Menge über meine Arbeitsweise.

Zwei kleine Tipps, falls Sie bisher technisch bei YouTube nicht zu Hause waren:

* Auf der Seite meines Kanals (siehe Foto rechts) finden Sie oben rechts den roten „Abonnieren“-Knopf. Sie können meinen Kanal auch abonnieren, indem Sie auf mein Logo klicken, das in jedem Film rechts unten zu sehen ist. So verpassen Sie nicht, wenn ich einen neuen Film hochlade, allerdings müssen Sie sich dafür anmelden.

* Wenn Sie einen Film starten, sehen Sie auf der rechten Seite am unteren Rand drei Symbole. Mit Klick auf das rechte wechseln Sie in den Vollbildmodus. Sehr interessant finde ich das linke, denn damit können Sie Untertitel ein- oder ausschalten. Fast immer werden die von YouTube automatisch zur Verfügung gestellt, weshalb das eine oder andere Wort vielleicht nicht hundertprozentig stimmt. Trotzdem kann die Funktion hilfreich sein, wenn ich wieder mal zu schnell spreche 😉

Ich wünsche Ihnen jetzt viel Spaß und freue mich immer über Rückmeldungen!

Lenas Youtube-Kanal

Allerhand um die Ohren

Huch, wo ist denn die Zeit geblieben?

Erst kündige ich eine Sommerpause an, dann berichte ich doch noch schnell von den Dreharbeiten zu einem Film über die Entstehung der Trilogie Die Frauen vom Jungfernstieg und dann … Funkstille. Das liegt nicht etwa an grenzenloser Langeweile in den letzten Monaten, daran dass es sich nicht lohnt über die Themen zu berichten, die mich beschäftigt haben. Im Gegenteil.

Da war zum Beispiel das Finale der dreibändigen Hamburg-Saga. Im letzten Teil Irmas Geheimnis gab es noch so viel zu erzählen: Ob es endlich mit der Herstellung einer Creme geklappt hat, die sich nicht – wie damals üblich – in ihre Bestandteile auflöst, wenn die Temperatur wechselt, wie es mit Irmas Karriere und Ehe weitergeht, was aus Tonis kleiner Familie geworden ist. Nicht zuletzt gehört zur Handlung auch der Erste Weltkrieg …
Langer Rede kurzer Sinn: Ich habe viel zu viel geschrieben. Mit für mich unangenehmen Folgen.
Zum einen muss ein Verlag jedes Buch im Vorwege kalkulieren und dazu wissen, wie umfangreich es wird. Ein paar Seiten mehr sind kein Problem, bummelig hundert Seiten zu viel dagegen schon. Ich musste also kürzen. Das tut weh und kostet Zeit.
Zum anderen wurden die Tage, die ich zwischen zwei Manuskripten zum Verschnaufen, Aufräumen, für die Pflege der Homepage, für den Garten, etc. eingeplant hatte, gewissermaßen pulverisiert. Weil das eine oder andere aber nicht einfach ausfallen konnte und das Leben einem ja auch immer wieder Überraschungen vor die Füße schmeißt, habe ich später als gedacht mit dem nächsten Sanddorn-Band angefangen.

Auf Recherche im schönen Schleswig-Holstein

Die Monate waren also prallvoll und knallbunt: Ich habe einige Male vor der Kamera gestanden, um endlich meinen eigenen Youtube-Kanal aus der Taufe zu heben. Mehr dazu finden Sie in zwei Wochen in dieser Rubrik. Ich war für eine nächste dreibändige Geschichte auf Recherchereise, und ich durfte und darf endlich wieder vor Publikum auftreten!

Sie sehen, mir war kein bisschen langweilig. Tut mir leid, dass ich mein Tagebuch so lange vernachlässigt habe. Dafür können Sie mich ab November bei Youtube begleiten. Neuen Lesestoff gibt es auch bald.

Das heißt, den gibt es jetzt schon, wenn Sie Lust haben, das gestrichene Kapitel aus dem dritten Jungfernstieg-Band zu lesen. Ja? Bitteschön: Hier geht’s lang!

Uuund bitte!

Von wegen, ich gehe mit meinem Tagebuch erst mal in die Sommerpause … Nix da, spannende Erlebnisse wollen schließlich umgehend mit interessierten Lesern und Leserinnen geteilt werden 😀

Interessant war der Dreh für einen Trailer oder Porträtfilm oder einer Mischung aus beidem auf jeden Fall. Spaß gemacht hat’s obendrein!
Los ging es am 13. Juli im Hamburger Stadtpark. Neben der ebenso professionellen wie ungeheuer sympathischen Mannschaft von Pietsch Pictures war Kollegin, Schauspielerin und – wie sie sich selbst nennt – Bühnenpoetin HannaH Rau mit an Bord. Sie ist an verschiedenen Original-Schauplätzen in die drei weiblichen Hauptrollen meiner neuen Saga Die Frauen vom Jungfernstieg geschlüpft.

Künstlerin Irma skizziert die von Gerda und Oscar Troplowitz gestiftete „Diana mit den Hunden“. Holger (links) und Morten Pietsch halten die Szene im Bild fest.

Irma wandelt durch den morgendlichen Stadtpark. Morten muss mit der Kamera rückwärts laufen und wird von Bella geführt.

Für mich total faszinierend: Romanfiguren, die sonst nur in meinem Kopf existiert haben, kreuzten plötzlich meinen Weg. Sie waren da, sie waren real, eine nach der anderen. Und: Jede hatte ihre eigene Persönlichkeit!

 

Toni genießt am Weiher ihre Mittagspause.

Aber meistens hat Arbeiterin Toni etwas zu tun …

 

 

 

 

 

Ist Gerda (Gertrud) Troplowitz nicht elegant? Gleich gegenüber ihrer Villa blickt sie über die Alster.

 

 

 

 

 

 

Ich hoffe, ich kann bald bekanntgeben, wann und wo die Premiere unserer gemeinsamen szenischen Lesung stattfinden wird. Dann können Sie selbst dabei sein, wenn eine Darstellerin die drei Frauen vom Jungfernstieg zum Leben erweckt.
ACHTUNG: Wer bei Instagram ist, kann auf dem Account von Pietsch Pictures unter dem Stichwort TROPLOWITZ kleine Eindrücke von den Dreharbeiten bekommen!

Sommerpause

Kürzlich war ich im dänischen Tondern zur Lesung, davor in Lübeck auf dem Koberg.
Wie in Dänemark üblich, waren wir gleich per Du, ich fühlte mich an der Kaffeetafel wie unter Freunden. In Lübeck dagegen fand die Lesung draußen statt, vor historischer Kulisse und inmitten von herrlich bepflanzten Hochbeeten.

Beide Veranstaltungen haben richtig viel Spaß gemacht. Endlich wieder Aug in Aug mit dem Publikum! Außerdem waren es zwei wirklich schöne Auszeiten vom Schreibtisch. Brauche ich ab und zu. Vor allem, wenn nicht nur das Arbeitspensum, sondern auch die Temperatur steigt. Neulich war es so heiß, dass anscheinend mein Hirn nur noch das Nötigste geschafft hat. Das ist mir aufgefallen, als ich einen Text Korrektur gelesen habe. Da stand:
„Als Dankeschön, dass du meine Schlinge aus dem Hals gezogen hast, …“

Ich hoffe, ich meinte eigentlich:
„Als Dankeschön, dass du meinen Hals aus der Schlinge gezogen hast, …“

Sie sehen, mit Hitze habe ich es nicht so. Darum gefällt mir das norddeutsche Wetter auch gerade richtig gut. Soll aber wieder heiß werden. Und deshalb verabschiede ich mich in meiner Tagebuch-Rubrik jetzt erst mal in die Sommerpause.

Drehtag

In wenigen Tagen erscheint der zweite Band meiner Jungfernstieg-Saga. Das ist immer eine aufregende Zeit.

Wie wird er ankommen? Mögen die Leserinnen und Leser, die den ersten Teil mochten, auch den zweiten?

Natürlich sitze ich nicht gemütlich im Garten und warte einfach nur auf den Moment der Auslieferung, ich schreibe selbstverständlich schon am nächsten Manuskript. Dieses Mal bin ich mal wieder in der Jetzt-Zeit unterwegs und kümmere mich um die Villa Sanddorn, ihre Bewohner und nächsten Gäste …

Als wäre das nicht genug Spannung, steht im Juli auch noch ein Wort in meinem Kalender, das mich elektrisiert: Drehtag!
Dass Schriftsteller eher scheue Wesen sind, würde ich nicht behaupten. Die wenigsten sind es allerdings gewöhnt, vor eine Kamera zu treten. Auf mich trifft das jedenfalls zu. Da ich mir aber in den Kopf gesetzt habe, einen Film produzieren zu lassen, der u.a. zur Einstimmung auf Lesungen aus der Jungfernstieg-Trilogie dienen soll, muss ich nun über meinen Schatten und mein Lampenfieber springen.

Glücklicherweise ist der Mann hinter der Kamera nicht nur kompetent, sondern obendrein extrem sympathisch. Außerdem bin ich nicht allein, sondern werde von einer Schauspielerin unterstützt, die auch bei meinen Lesungen eine Rolle spielen wird. Mehr verrate ich noch nicht.

Wäre lieb, wenn Sie mir mental über die Schulter spucken und toi, toi, toi sagen würden. Was man beim Theater macht, kann beim Film auch nicht verkehrt sein, oder?

 

 

 

Ein Buch entsteht

Foto von Taryn Elliott von Pexels

Manchmal bin ich überrascht, wenn ich höre, wie sich Menschen meinen Alltag vorstellen:
„Du kommst bestimmt gegen 12 Uhr aus der Badewanne, stellst das Glas Champagner beiseite und wartest, dass dich die Muse küsst.“
Was soll ich sagen? Ich habe gar keine Badewanne …

Nein, Quatsch. Aber tatsächlich denken viele, ich würde die Geschichte schreiben, die ich gerade im Kopf habe, sie abgeben, wenn sie eben fertig ist. Völlig egal, wie lang sie ist. Danach mache ich erst mal Pause, bis mir eine neue Romanhandlung im Kopf herumspukt.
So ist es nicht.

Denke ich länger darüber nach, ist es eigentlich nicht verwunderlich, dass einige von meinem Berufsleben eine falsche Vorstellung haben. Mir geht es mit ihren Berufen genauso. Keine Ahnung, worum sich ein Zugbegleiter zu kümmern hat, außer die Tickets zu kontrollieren. Oder woher soll ich wissen, was ein Bohnenbeobachter tut (eine meiner Lieblingsberufsbezeichnungen!), wenn er gerade keine Bohnen beobachtet (also Kakaobohnen auf deren Qualität kontrolliert)?

Dann will ich mal Licht ins Dunkel bringen: Also …

Zuerst ist da die Idee. Die bringe ich in Form, das heißt, ich schreibe ein sogenanntes Exposé, in dem ich die Handlung umreiße und die wichtigsten Figuren vorstelle.

Konnte ich ein Verlagsteam damit begeistern, folgt der Vertrag, der bereits festlegt, wie lang das Manuskript und wann es abgegeben werden soll.
Ich recherchiere und schreibe wie der Teufel und halte im besten Fall diese Vorgaben ein 😉

Ist der erste Entwurf abgeliefert, bekomme ich Rückmeldung von meiner Lektorin. Wir besprechen, ob ich beispielsweise im Eifer des Gefechts an einer Stelle zu schnell war und ähnliche Dinge. Danach kriege ich den Text mit Anmerkungen zurück, überarbeite alles und gebe die zweite und hoffentlich endgültige Version ab.

Davon stellt der Verlag den sogenannten Umbruch her. Der sieht schon aus wie ein gedrucktes Buch. Meistens fallen mir beim Lesen noch kleine Fehler oder unschöne Formulierungen auf. Die gebe ich wiederum an die Lektorin durch. Das sieht z.B. so aus:

S. 81, 2. Absatz, 4./5. Zeile
zufrieden bitte streichen: „Ich sehe, meine Frau hat sich nicht gelangweilt“, sagte Oscar. „Das ist schön.“

gleiche Seite, 7. Zeile von unten
Bitte ändern in: Behn wird sein Bestes tun, mehr ist erst einmal nicht zu machen damit muss ich erst einmal zufrieden sein.“
Damit fliegt die Doppelung von machen / machte (nächste Zeile) raus 😉

S. 92, Mitte
Doppelung Weg. Bitte ändern in: Solange die drei zusammenhielten, würden sie alle Knüppel aus dem Weg fortschaffen, die das Leben ihnen womöglich noch in den Weg legte, dessen war sie sicher.

S. 175, 12. Zeile von unten
Zum besseren Verständnis die Mutter bitte noch einmal einfügen: „Die Mutter ist aber nun gestorben. Seine Schwester hat er noch, …

Die Lektorin fügt die letzten Änderungen ein, gibt das Manuskript in die Herstellung und … tadaa … fertig ist das Buch!
Für mich geht’s danach ab in die Badewanne … 😉