Gästebuch statt Facebook

Sie glauben nicht, wie oft mir geraten wird, mich in den sogenannten Sozialen Netzen zu tummeln und – na klar – zu vernetzen.
Ich denke auch immer wieder darüber nach, denn ich möchte meine Leserinnen und Leser natürlich erreichen, möchte ihnen die Gelegenheit geben, mit mir in Kontakt zu treten.

Dieses Bild wurde von Freepik.com erstellt.

Also ab zu Facebook? “Nein!”, tönt es laut, und ich ernte verständnislose Blicke. “Das nutzt kein Mensch mehr. Jetzt sind alle bei Instagram.” Aha.
Ich sehe mir also Auftritte von Autoren und Autorinnen an und bin … ratlos. Brauche ich das tatsächlich?
“Nicht wirklich”, lautet sofort eine Antwort, “TikTok ist angesagt.” Heißt das, ich soll meine Titel jetzt tanzen? Ich weiß schon, dass es da längst nicht mehr nur Tanzvideos gibt. Trotzdem. Was soll ich da?

Ich glaube, ich bin zu alt für das Zeug. Oder zu konservativ. Oder beides. Eins bin ich mit Sicherheit: verwirrt.
Mein Lösungsvorschlag: Nutzen Sie einfach mein Gästebuch, wenn Sie Kritik oder ein Lob loswerden möchten oder eine Frage auf dem Herzen haben. Hier ist der Link: Gästebuch
Müsste doch auch möglich sein, sich darüber zu vernetzen, oder?

Ich freue mich auf Ihre Einträge und antworte auf jeden Fall. Versprochen!

Die Premiere meines Lebens :-)

Meine Bücher auf der Kino-Leinwand
Foto: Karen von Fehrn-Stender

Ich bin noch immer vollkommen hin und weg von meiner Premiere, die vor rund einem Monat in Rendsburg stattgefunden hat.
Rollen Sie einfach zwei Beiträge in meinem Tagebuch herunter, und Sie können mehr darüber lesen.

Wie versprochen, können Sie von der Veranstaltung im Schauburg Filmtheater auch mehr sehen und hören, wenn Sie meinen Youtube-Kanal besuchen. Einfach HIER klicken, um direkt zu einem Film zu gelangen, den Simone Luers mit ihrer Mannschaft von dem Abend gemacht hat.

Wer nicht dabei war, bekommt einen Eindruck von dem, was er verpasst hat 😉 Und vielleicht Lust, demnächst bei einer szenischen Lesung mit Film dabei zu sein. Termine finden Sie natürlich auf meiner Seite.
Wer dabei war, kann in der Erinnerung schwelgen, so wie ich es jetzt mit einer schönen Tasse Tee auch noch einmal machen werde … 😉

Ach übrigens, meine Homepage hat eine neue Rubrik mit dem schönen Titel Gästebuch. Vielleicht haben Sie ja Lust, dort einen Kommentar zum Film zu hinterlassen. Ich würde mich freuen.

Post aus Schweden

Kürzlich hatte ich wieder einen dieser seltenen Momente …
Es trudelte eine Mail mit einem Anhang ein, der sich als Foto eines Gemäldes von Signe Munch entpuppte.

Tatsächlich ist das nicht zum ersten Mal passiert. Dieses Mal habe ich mich allerdings besonders gefreut. Die Absenderin, Vibeke Bing aus Schweden, hat mir nämlich höchst spannende Zeilen dazu geschrieben.
Sie hatte das Bild aus dem Nachlass ihrer Mutter. Ihr Großvater sei auch Maler gewesen, erzählte sie mir. Sein Name ist Gunnar Reiss Andersen, geboren 1896. Er ist in Norwegen nicht nur als Maler, sondern auch als Schriftsteller berühmt. Sie sei sicher, so schrieb sie, ihr Großvater habe das Gemälde direkt von Signe bekommen.
Das ist noch nicht alles. Auch Vibekes Großvater und ihre Mutter waren während des Zweiten Weltkriegs aktiv im Widerstand. Genau wie Signe und ihr Mann Einar!

Ich freue mich wie verrückt, dass ich ein bisschen in die Geschichte dieser offenbar sehr interessanten Familie blicken durfte. Es ist immer etwas Besonderes, von Menschen zu hören, die eine so intensive und berührende Verbindung zu einem meiner Romane haben.

Danke, liebe Vibeke!

CRIMINALE 2024

Es wird wieder kriminell!

Vom 15. bis zum 18. Mai 2024 steht Hannover ganz im Zeichen von Spannung, Verbrechen, Lesen und richtig guter Unterhaltung. Die CRIMINALE, eins der größten deutschsprachigen Krimi-Festivals, lädt in Niedersachsens Landeshauptstadt zu konspirativen und auch ziemlich öffentlichen Begegnungen ein.

Hier nur ein kleiner Vorgeschmack, das komplette Programm gibt es HIER

Sichern Sie sich unbedingt Ihre Tickets. Wir sehen uns! 🙂

Gelungene Premiere

Wunderbares Kino mit Tradition, das Schauburg Filmtheater in Rendsburg ist zu Beginn der Veranstaltung selbst auf der Leinwand Foto: C. Dobrowolski

Im letzten September habe ich hier von einem Filmdreh am Kanal geschrieben.

Anfang dieses Jahres haben Produzentin Simone Luers und ich das Ergebnis intensiv bearbeitet. Am 21. April flimmerte der Film – besser gesagt: es flimmerten die beiden Filme – erstmals über die Leinwand.
Da nun alle drei Bände der Trilogie Vier Frauen und ein Jahrhundertbauwerk, das die Welt verändert erschienen sind, stelle ich bei meinen Lesungen auch Ausschnitte aus der gesamten Reihe vor. Nicht nur. Los geht’s mit einem Film, der das Publikum an den Schauplatz der Handlung, also an den Nord-Ostsee-Kanal entführt. Er zeigt außerdem die gewaltige Baustelle, die Ende des 19. Jahrhunderts eine echte Sensation war.

Von links: Kinobetreiber Frau und Herr von Fehrn-Stender und von Literatur Live Nortorf e.V. Gudrun Kuberka, Christiane Jäger, Petra Jachmann mit Lena Johannson, Eike Stäker und Maren Ahrendt

Auch den Abschluss meiner Veranstaltung bildet ein kleiner Film. Dazwischen lese ich natürlich ein bisschen, erzähle von meiner Recherche, und etwas Schauspiel ist auch dabei.

Und zum Schluss gibt es einen Schnaps – natürlich auch fürs Publikum. Prost! Foto: C. Dobrowolski

Die Premiere im Schauburg Filmtheater in Rendsburg war für mich ein unvergessliches Erlebnis. Wie beschreibe ich es am besten, wenn ich doch sprachlos vor Glück war?
Das Ambiente war einzigartig. Mit rund 130 Personen waren wir nahezu ausverkauft, Familie und Freunde waren gekommen. Die Veranstalter, die Kinobetreiber und die Damen des Vereins Literatur Live Nortorf e.V., haben sich perfekt um alles gekümmert, waren charmant und einfach wunderbar.

Ich bin noch immer beseelt von dem Abend und kann jetzt schon verraten, dass es einen kurzen filmischen Eindruck davon geben wird. Sobald er auf meinem Youtube-Kanal zu sehen ist, gebe ich hier im Tagebuch Bescheid.

Jungfernstieg international

Es ist schon länger her, dass eins meiner Bücher übersetzt worden ist.
Umso mehr freue ich mich über zwei Bände der Saga Die Frauen vom Jungfernstieg, die es nun auch in Ungarn gibt.

Der Titel bedeutet übrigens Frauen aus Hamburg.

Ich freue mich jedenfalls sehr und hoffe, die Ungarn und Ungarinnen mögen die Damen und natürlich den Mann, um den es ja auch geht: Oscar Troplowitz, ehemaligen Kopf von Beiersdorf.

Das besondere Geschenk

Ich habe auf meiner Seite schon vom Shop der Autorenwelt berichtet. Dort können Sie so ziemlich jedes Buch bestellen. Es wird sehr schnell geliefert, das auch noch versandkostenfrei (innerhalb Deutschlands). Und: Diese Online-Buchhandlung beteiligt Autoren und Autorinnen mit 7% an Ihrem Einkauf! Das ist super, denn nur rund 5% aller deutscher Schriftsteller und Schriftstellerinnen können von diesem Beruf leben.

Nun haben sich die engagierten Macherinnen des Shops etwas Tolles ausgedacht, nämlich Signieraktionen von Neuerscheinungen. Ich bin dabei!
Konkret heißt das, Sie können ab sofort bis zum 28. Januar 2024 den dritten Band meiner Nord-Ostsee-Kanal-Trilogie Im Jahr der Flut bestellen und bekommen ihn direkt nach Erscheinen frei Haus und mit persönlicher Widmung geliefert. Obendrein erhalten Sie einen von mir gestalteten Zollstock als Geschenk dazu, den es nur bei mir und in begrenzter Stückzahl gibt.

Die Aktion ist beendet, Bücher und Zollstöcke sind verschickt. Band 3 lässt sich aber weiterhin autorenfreundlich bestellen:

Hier im Autorenwelt-Shop!

 

 

Filmdreh am Kanal

Im Februar 2024 soll der dritte und damit letzte Band meiner Nord-Ostsee-Kanal-Geschichte erscheinen. Ich hoffe, mir gelingt der Endspurt, so dass ich rechtzeitig abgeben kann.

Ich werde dann mit Lesungen aus allen drei Teilen unterwegs sein und habe mir dafür etwas Besonderes ausgedacht. Um das Publikum auch optisch mit an die künstliche Wasserstraße zu nehmen, die quer durch das schöne Schleswig-Holstein führt, habe ich vor Ort einen Film drehen lassen. Simone Luers von com:moveo hatte den Ablauf fest im Griff und hat mich, wenn nötig, ins rechte Licht gerückt, wie man in der Mitte sehen kann. Kameramann Timo (im rechten Bild links) hatte eine Drohne dabei, mit der er zum Beispiel um den Holtenauer Leuchtturm fliegen und dabei drehen konnte. Spektakulär!

Ich bin schon so gespannt auf das Ergebnis, kann mich aber erst mal nicht weiter drum kümmern. Sonst wird es nichts mit der pünktlichen Abgabe. Also haue ich weiter in die Tastatur und freue mich schon auf den Schnitt und die Fertigstellung.

Lesungen, die mir im Gedächtnis bleiben

Von all meinen Lesungen bleibt bestimmt etwas in meinem Kopf oder in meiner Seele hängen. Ich muss aber zugeben, dass ich bei drei Terminen in einer Woche manchmal nicht mehr vor Augen habe, was wo passiert ist, oder wie die Räumlichkeiten aussahen. Selbst die Eindrücke eines Ortes verschwimmen schnell, wenn ich spät an- und am nächsten Morgen gleich wieder abreise.

Einige Veranstaltungen brennen sich allerdings geradezu in mein Gedächtnis.
Zum Beispiel Nortorf. Auf Bitten der engagierten Damen von Literatur Live Nortorf habe ich dort schon kleine Passagen aus dem zweiten Band meiner Nord-Ostsee-Trilogie gelesen, obwohl der noch nicht erschienen war.
“Wir haben ihn aber schon”, erklärte man mir im Vorwege. Also habe ich ein paar Seiten ausgedruckt und vom Zettel abgelesen, was ich nicht gern mache.
Nach der Lesung drückte mir Herr Dr. Grundmann von Lebenswert, einem wunderbaren Laden und Café in Nortorf, der sich um den Büchertisch gekümmert hatte, ein Exemplar von Nach den Gezeiten in die Hand, damit die Zettelwirtschaft ein Ende hat, und ich bei der nächsten Veranstaltung wieder aus einem richtigen Buch lesen kann.
Dass mir jemand ein Buch von mir schenkt, hatte ich auch noch nicht! 😀

 

Vor der Friedrich-Huth-Bücherei in Harsefeld. Foto: A. vom Lehn

 

Immer unvergesslich sind Veranstaltungen im Klosterpark Harsefeld mit der wunderschönen Friedrich-Huth-Bücherei “im Rücken”. Auch dieses Mal hatte ich wieder das Glück, dass das Wetter mitgespielt hat.

 

 

Besonders beeindruckt hat mich die Stadtbibliothek Langenfeld im schönen Rheinland. Auf drei Etagen gibt es dort nicht nur für unzählige Bücher Platz, sondern auch für Kunst, die ausgeliehen werden kann. Außerdem gibt es Spiele, 3D-Drucker und anderes, um kreativ zu sein.
Originell und dekorativ: Im Rahmen einer umfangreichen Renovierung wurden die Kunden gebeten, Lampen abzugeben. Die meisten davon wurden zu einer Lichtinstallation kombiniert und fanden in der Bibliothek ein neues Zuhause.

 

 

Und dann muss ich natürlich auch noch Wunstorf erwähnen. Obwohl die Entfernung zu meinem Wohnort nicht furchtbar groß ist, war ich noch nie dort und total platt, wie hübsch es dort ist.
Hinzu kam der ungewöhnliche Lesungsort (und die total nette Mannschaft der Stadtbibliothek, des Forums Stadtkirche und der Buchhandlung Weber!): Das Publikum strömte – trotz Bullenhitze – in die Stadtkirche. Es war zwar nicht meine erste Veranstaltung in einem Gotteshaus, aber das erste Mal, dass ich im Altarraum Schnaps getrunken habe 😉

In der Stadtkirche in Wunstorf. Foto: Buchhandlung Weber, Wunstorf

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf Achse

Der sehr schön gestaltete Saal in der Bibliothek Witten

Schaufenster-Werbung in Wolfsburg

Dem Förderprogramm Neustart Kultur ist es zu verdanken, dass viele – teilweise auch kleine – Bibliotheken es sich leisten konnten, Autoren für Lesungen zu verpflichten.
Auch ich habe davon profitiert und wurde in verschiedene Orte eingeladen. Eine tolle Sache für alle Beteiligten!

In der Centralstation Darmstadt, ehemals das dritte Elektrizitätswerk der Welt, war die Einsatzzentrale der CRIMINALE untergebracht

Eine Unterführung in Darmstadt. Die Herrschaften rechts von Anno dunnemals, die links top-modern

Das bedeutet aber auch, dass ich in den letzten Wochen ständig auf Achse war und weiterhin bin. Glücklicherweise ließen sich einige Termine verbinden, zum Beispiel mit der Leipziger Buchmesse und auch mit der CRIMINALE, die jetzt gerade in Darmstadt stattgefunden hat. Da ging es um Filmrechte, um die politische Arbeit eines Autorenverbandes, um Cold Cases oder auch verschiedene Schreibmethoden. Wieder mal sehr spannend. Übrigens ist auch Darmstadt ziemlich interessant, eine Stadt zwischen Geschichte und Moderne.