Zweites Ich

Wenn Sie auf meiner Homepage stöbern, stolpern Sie vermutlich über den Eintrag Hanna Riis.
Dieses Pseudonym habe ich mir vor einiger Zeit zugelegt, um einen Roman zu veröffentlichen, der so gar nicht zu meinen anderen Büchern passt.

Lange Zeit gab es das Buch nur elektronisch bei Dotbooks, aber nun hat ein Verlag die Lizenz erworben, und Das dunkle Lied der Tiefe noch einmal gedruckt und über Aldi vertrieben.

Wie schön, wenn so ein alter Bekannter wieder auftaucht und seine zweite Chance bekommt 😉
Sollten Sie also bei dem Discounter mit dem großen blauen A Bücher sehen, könnte Hanna Riis dabei sein, und Lena Johannson drinstecken.

Neue Bücher voraus!

Wie vor einigen Wochen berichtet, war ich kürzlich zu einer Lesung in Berlin. Da der Aufbau Verlag seinen Sitz in der Hauptstadt hat, habe ich die Gelegenheit genutzt, mich gleich noch mit meiner Lektorin zu treffen. Es ging um neue Projekte …

Jahre an der Elbchaussee, der 2. Band meiner Hamburg-Saga, erscheint noch in diesem Dezember. Für mich schon Schnee von gestern 😉  Ich schreibe und feile eifrig an dem Abschluss, an Band 3 mit dem Titel Töchter der Elbchaussee, der im nächsten Frühsommer auf den Markt kommt.
Bei unserem Gespräch ging es aber in erster Linie um das, was danach geplant ist. So viel darf ich schon verraten: Es wird einen weiteren biografischen Roman einer skandinavischen Künstlerin geben. Auch eine mehrteilige Hamburg-Geschichte entsteht schon ganz langsam in meinem Kopf. Wieder historisch und doch ganz anders dieses Mal.
Habe ich Sie neugierig gemacht? Das war Absicht 😀

Apropos neugierig … wenn ich schon mal in Berlin war, wollte ich auch etwas von der Stadt sehen. Ich bin endlich mal der Politik aufs Dach gestiegen. Spannend und unbedingt empfehlenswert!

 

Kulturtreibhaus

In Lübeck soll die Kultur …

Kürzlich war ich zu einer Veranstaltung der besonderen Art eingeladen.
Die Stadt Lübeck versammelte unter dem schönen Motto Kulturtreibhaus Künstler, Veranstalter, Pädagogen, Politiker und andere, die Kultur nicht nur konsumieren, in einer Werfthalle. Die war – dem Motto gemäß – wunderbar dekoriert.

… gedeihen und blühen!

Worum ging es? Lübeck will für die Kultur ein Gesamtkonzept auf den Weg bringen. Sie soll eine große Rolle in der Zukunft der Stadt spielen. Was braucht es dafür? Was passt zu Lübeck? Wie kann man die vielen guten Ideen umsetzen? Das waren Fragen, die in Gruppen immer wieder wechselnder Zusammenstellung besprochen und zum Teil schon sehr vielversprechend beantwortet wurden.

Ein toller Ansatz, und ich hoffe sehr, dass dies der Startschuss für eine richtig große Sache war 😛
Die Verpflegung war spitze – dafür vielen Dank! Und am Ende durfte alles, was gerade noch Dekoration war, mitgenommen und eingepflanzt bzw. aufgegessen werden. Sehr schöne Idee!

Nachlese Buchmesse 2019

Erfüllt von unendlich vielen Eindrücken, wunderbaren Begegnungen, einer großen Portion neuer Motivation und – zugegeben – auch etwas müde und heiser bin ich wieder zu Hause angekommen.

Auf die Frage einiger Kolleginnen und Kollegen, warum ich mir alljährlich das Spektakel in Frankfurt antue, kann ich nur antworten: Deshalb! Wegen der unzähligen Bücher, die einen dort umgeben.

Links der Stand von Knaur, jedes Jahr beeindruckend. Rechts der Stand von Kein + Aber, der mal etwas ganz Neues gewagt hat. Bücher zum Anfassen außen, zum Anklicken innen – tolle Idee, tolle Umsetzung!

Mein Lieblingsstand in diesem Jahr war ganz eindeutig der des Aufbau Verlags. Das hat mit den vielen Menschen zu tun – vom Verlagsleiter bis zur Volontärin – die ich dort inzwischen kenne, und die mich so lieb willkommen geheißen haben. Das liegt aber natürlich auch daran, dass ich dort meine beiden Bestseller so schön präsentiert vorgefunden habe 🙂

Nicht nur meine Bücher habe ich am Stand entdeckt, sondern mein Porträt! Für manche Autorin mag das Normalität sein, mein Herz hat einen riesigen Hüpfer gemacht, als ich mich in der Riege der erfolgreichen Kolleginnen und Kollegen entdeckt habe. Fühlt sich einfach großartig an!

Ich hatte so nette Gespräche mit meinen sympathischen Lektorinnen, meinem Agenten, der mich schon über 20 Jahre begleitet, und mit einigen Kolleginnen, die ich zum Teil zufällig traf. Die Chance, mit Mitarbeitern aus dem Vertrieb, der Lizenz- und der Marketingabteilung zu sprechen, hat mir Einblicke beschert, die ich so vorher noch nicht hatte. Wieder etwas gelernt …

Mit schmerzenden Füßen und Dauerlächeln, erschöpft, froh und auch etwas melancholisch, dass es für dieses Jahr schon wieder vorbei ist, habe ich mich am Freitag Nachmittag auf den Rückweg gemacht. Und voller Vorfreude auf den Oktober 2020. Denn nach der Messe ist vor der Messe!
Und am Bahnhof ein letzter Blick auf eins der unzähligen Themen-Regale in diversen Buchhandlungen, in dem ich meine Malerin des Nordlichts gefunden habe:

Ehrengastland: Norwegen

Ich liebe Norwegen! Und ich gehöre zu den eher seltenen Exemplaren von Autorinnen und Autoren, die sich wahnsinnig gerne auf der Frankfurter Buchmesse tummeln.
Da Norwegen in diesem Jahr Ehrengastland ist, war meine Vorfreude auf die Buchmesse 2019 natürlich besonders groß.

In der Planungsphase wurde meine Euphorie ein wenig gebremst. Die Preise für eine Übernachtung in relativer Nähe zum Messegelände ziehen einem alljährlich die Schuhe aus. 300 Euro pro Nacht sind nicht ungewöhnlich. Ohne Frühstück, versteht sich 😉
Da ich keine Millionen auf dem Konto habe, suche ich mir immer ein Zimmer außerhalb. Rüsselsheim, Offenbach, Darmstadt. Dieses Mal hatte ich Glück. Dachte ich. In Sachsenhausen sollte ein Hotel einen Tag vor Messebeginn eröffnen. Von dort hätte ich zu Fuß gehen können – ein Traum.
Zwei Wochen vor meiner Abreise kam die Mail: Die Eröffnung verschiebt sich auf den 01. November! Glücklicherweise hat sich die Hotelchefin um meine Umbuchung in ein anderes Haus gekümmert, sonst hätte ich wohl ohne Dach über dem Kopf dagestanden. Ende gut, Messe gut also 🙂

Es war wieder so schön! Ein kleiner Messebericht mit Fotos folgt am Wochenende. So viel kann ich schon verraten: Ich bleibe Fan der Buchmesse und komme bestimmt auch 2020 wieder, wenn das Ehrengastland Kanada heißt!

Neulich in Berlin

Nun liegt meine Premierenlesung in Berlin schon wieder einige Tage zurück. Die Zeit rennt und rennt. Trotzdem will ich noch davon erzählen, denn es war schön …

Es ist immer aufregend, zum ersten Mal aus einem neu erschienenen Buch zu lesen. Wie kommt es an? Habe ich die richtigen Ausschnitte gewählt? Wie viele Zuhörer werden überhaupt da sein?
Bei der Premiere von Die Malerin des Nordlichts war meine Anspannung um ein Vielfaches höher. Berlin! Ein hartes Pflaster für Veranstaltungen, wie meine Lektorin meinte.

Für strömende Massen wäre bei Pankebuch in Berlin Pankow sowieso kein Platz gewesen. Die Buchhandlung ist sehr klein. Trotzdem findet man vermutlich nirgends eine größere Auswahl an Literatur aus den Nordischen und Baltischen Ländern.
Und so war auch die Lesung eher intim. Interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer, darunter – für mich natürlich besonders schön – meine Schwester, Freunde, meine Lektorin mit Kollegin vom Aufbau Verlag, der die Veranstaltung unterstützt hat. Den technischen Part hat mein Mann übernommen und Bilder passend zu den Texten gezeigt. Zum Schluss gab es weitere Bilder und natürlich Berichte von meiner Recherchereise.

Im Handumdrehen war es vorbei. Die Reaktionen waren durch die Bank super, ich durfte fleißig signieren. Das ist dann immer der Moment, in dem sich Erleichterung breit macht. Und große Freude!

Reise nach Hannover zur CRIMINALE gewinnen!

Ein Magazin rund um die deutschsprachige Krimi-Szene

Heute ist Freitag, der 13. September – das kann doch nur ein Glückstag sein 😉

Darum unbedingt bei der Verlosung des Syndikats mitmachen!
Das Syndikat ist die Vereinigung deutschsprachiger Krimiautorinnen und -autoren. Sie lädt zur ihrer nächsten Jahrestagung im April 2020 in Hannover ein.
Sie brauchen nichts weiter tun, als das Jahrbuch 2019 aufzuschlagen. Auf Seite 36-37 finden Sie eine Mail-Adresse, an die Sie den Namen Ihrer Lieblingsautorin oder Ihres Lieblingsautors senden und kurz begründen, was gerade an ihr oder ihm so toll ist. Schon sind Sie im Lostopf!

Der Preis lohnt sich wirklich: Anreise nach Hannover zu DEM Krimifest CRIMINALE und Übernachtung im Criminale-Hotel plus zwei Eintrittskarten für die große Preisverleihungsgala.

Viel Glück!

Signes Bilder

Das Bild des Fotografen Johan. K. Engvig zeigt den norwegischen Literatur-Nobelpreisträger Knut Hamsun und sehr wahrscheinlich die kleine Signe Munch

Noch nie hat mich ein Manuskript so gefordert und so berührt wie der biografische Roman über Signe Munch, angeheiratete Nichte des Malers Edvard Munch. Vielleicht ist es mein persönlichstes Buch geworden …

Deshalb freue ich mich ganz besonders über die unzähligen positiven und ausführlichen Rezensionen.
Sehr viele Leserinnen und Leser haben Besprechungen zu dem Buch veröffentlicht, aus denen deutlich wird: Sie haben es genau so verstanden, wie ich es gemeint habe und das darin erkannt, was ich hineinlegen wollte.
Diese Erfahrung ist für mich ein großes Geschenk, für das ich mich nur von Herzen bedanken kann.

Einige Rezensentinnen und Rezensenten erwähnen, dass sie gern Gemälde von Signe Munch gesehen hätten. Viele sind nicht erhalten, aber mir liegen einige vor.
Mein Rat: Kommen Sie in meine Lesungen! 😀
Ich präsentiere nämlich nicht nur Auszüge aus dem Roman, sondern erzähle auch ganz viel über die Recherchereise durch Norwegen. Davon zeige ich Bilder und natürlich auch einige von Signes Malereien.
Einfach unter der Rubrik Termine nachsehen. Ich freue mich auf Sie!
PS: Nächstes Jahr folgen sicher weitere Lesungen 😉

Raus ins Grüne

Bloß nicht küssen! Wer braucht schon einen Prinzen im frisch angelegten Tümpel …?

So liebe ich den Garten: wild, saftig, grün!

Neulich bei einer Lesung wurde ich – wie so oft – gefragt: „Was tun Sie, wenn Ihnen nichts einfallen will?“
Meine Antwort: „Ich gehe in den Garten.“
Wahrscheinlich geht es vielen Kolleginnen und Kollegen so, die im Grünen wohnen: Ist der Kopf leer, oder haben sich die Gedanken festgefahren, gibt es nichts Besseres als ein Gang durch den Garten. Hier ein bisschen Schachtelhalm zupfen, da den Kürbis in seine Schranken weisen, schnell noch ein paar Bohnen pflanzen.
Meist kommt die nächste Romanidee dabei von ganz allein. Einzige Schwierigkeit: Ich möchte dann meist nur mal eben ein Beet beackern und bin erst einige Stunden später wieder an meinem Schreibtisch. Macht nichts. Für solche Situationen stecken Block und Stift in meiner Gärtner-Latzhose 😉

Urlaub

Kürzlich hörte ich von einem Freund, dass Berlin spürbar leerer sei als üblich. Urlaubszeit eben, da flüchtet, wer kann, aus der Stadt.
Viele müssen in der Ferienzeit verreisen. Komisch, wenn gefühlt alle auf einmal der Arbeit den Rücken kehren. An Pause und Wegfahren ist bei mir gerade nicht zu denken. Aber auch ich hatte schon Urlaub. Drei Tage, die sich wie eine ganze Woche angefühlt haben.

Ungewohnt: Großbaustelle Hanswarft

Liebe Freunde hatten eine Wohnung auf Hallig Hooge gemietet und ein Bett frei. Bei Ankunft ein kleiner Schock: Die Hallig wurde gerade komplett auf Links gedreht. Warftenerhöhung! Nicht schön, aber eben nötig.
Dann ist auch noch der Hallig-Kaufmann umgezogen. Alles neu, alles anders? Nein, die herrlich entspannende Atmosphäre war noch immer die gleiche. Einmal tief durchatmen, Salz auf der Haut und der Zunge, der Blick ins Unendliche – einfach immer wieder schön und Urlaub total!