Sturm statt Wasserglas

Vor einigen Jahren waren sogenannte Wasserglaslesungen die Regel. Dahinter verbarg sich der Klassiker: Eine Autorin oder ein Autor, ein Buch, ein Glas Wasser – fertig war das komplette Konzept.
Nicht, dass ich falsch verstanden werde, ein reiner Vorlese-Abend kann sehr anregend und unterhaltsam sein. Trotzdem bin ich für meine Veranstaltungen immer auf der Suche nach dem I-Tüpfelchen.

Fenster zum Hof

Darum habe ich mich mal wieder in der Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel zu einer Werkstatt angemeldet. Thema: Sturm statt Wasserglas!
Das konnte man durchaus wörtlich nehmen, denn zum Hygienekonzept gehörte regelmäßiges Lüften 😉

 

Zu meiner großen Überraschung waren mehr Veranstalter als Autoren da, also zum Beispiel Kolleginnen oder Kollegen

Schloss Wolfenbüttel – unser Klassenzimmer

aus Literaturhäusern oder Kulturbüros. Und so wurde weniger über die Lesung der Schriftstellerin in der kleinen Buchhandlung nachgedacht, als über das Bespielen mehrerer Räume inklusive der Nutzung sämtlicher nur vorstellbarer Technik. Ups, wie soll ich das denn allein auf die Beine stellen?

Groß denken! Das war für mich mal ein ganz neuer Ansatz. Oder besser: Parallel denken. Welche Art von Veranstaltung kann ich mir zu meinem neuen Buch vorstellen, wenn ich alles zur Verfügung habe, von Musik bis

In Wolfenbüttel ist Lesen allgegenwärtig – sehr inspirierend!

aufwändiger Licht- und Tontechnik? Und wie kann ich ein so größenwahnsinniges Konzept dann doch wieder auf die kleine Stadtbücherei herunterbrechen?
Sehr spannend! Wenn alles gut läuft, setze ich die entwickelten Ideen Anfang 2022 zum Finale meiner neuen Hamburg-Saga um. Mit Schauspielerin, Lichteffekten und allem Drum und Dran. Mehr wird noch nicht verraten 😉

 

 

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