Mentorin

Odysseus‘ Sohn Telemachos mit Mentor

Welch ein Jahr: Neben den Manuskripten, die ich schreiben werde, begleiten mich zwei ganzjährige Projekte. Eins ist die Arbeit in einer Jury, das andere nennt sich MentoringKUNST. Aha …

Im Wirtschaftslexikon ist zu lesen: Tätigkeit einer erfahrenen Person (Mentor/in), um ihr fachliches Wissen an eine unerfahrene Person (Mentee) weiterzugeben. Der Begriff taucht schon in der Mythologie auf. Dort heißt eine Figur, die dem Sohn von Odysseus mit Rat und Tat zur Seite steht, Mentor.

Vor gut zehn Jahren ist mein erster Roman erschienen. Dass ich damals und seitdem fast jeden Tag Erfahrungen mit Lektoren, Marketingleuten, Berufsverbänden, Autorenvereinigungen, bei Lesungen und natürlich ganz besonders viel beim Recherchieren gesammelt habe, kann man wohl sagen. Wie schön, die an eine jüngere, wenn auch nicht gänzlich unerfahrene Kollegin, weitergeben zu dürfen.
Das Förderprogramm soll Bildende Künstler und eben Autoren in Mecklenburg-Vorpommern bei ihrer professionellen Entwicklung unterstützen. Mindestens viermal in diesem Jahr werden meine Mentee und ich zusammensitzen, um ihre aktuellen Fragen zu klären. Manchmal wird es vielleicht reichen, wenn ich ihr zuhöre, dann wieder werde ich bestimmt mal meine Unterlagen durchwühlen müssen. Obendrauf gibt es verschiedene Vorträge und Arbeitstreffen mit allen Teilnehmern des Programms.

Ich freue mich sehr auf den Erfahrungsaustausch, der auch mir, dessen bin ich sicher, Denkanstöße und Lerneffekte bescheren wird. Und ich finde es prima, eine liebe Kollegin auf das eine oder andere Hindernis hinweisen zu können, über das ich als junge Autorin gestolpert bin. Älterwerden hat eben auch schöne Seiten 🙂

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