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Eigentlich müsste ich hier jetzt mehrere DIN A 4 Seiten Bericht abliefern, es gab so viel zu sehen und zu erleben, aber das würde den Rahmen meiner Seite, glaube ich, sprengen :-) Es war mein erster Besuch in Göppingen. Anlass war unter anderem der Dioramen-Bauwettbewerb für Insider. Somit lohnt sich der weite Weg, dachte ich mir. Ich hatte 4 Arbeiten angemeldet. Aufgrund der großen Beteiligung durfte ich nur mit 2 Objekten teilnehmen. Was transporttechnisch auch voll OK war. Da Göppingen zur Zeit umgebaut wird, war der Einflug chaotisch. Aber die Wege im Ort sind nicht weit, so konnte ich die folgenden Tage auf das Auto verzichten. |
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Weil ich etwas Anschluss an andere Zettler bekommen wollte, hatte ich mir einen Anstecker angefertigt, der mich als Spur Z-Fan auswies. Ich dachte mir, die ganze Zeit so allein... Aber das wäre gar nicht nötig gewesen. Am Freitag beim Aufbauen geisterten schon diverse Leute von der Presse, wie ich dachte, durch das alte E-Werk. Schnell stellte sich heraus, dass es sich um Arnim v. Herff und Thomas Zeeb vom Z Club 92 handelte. Damit waren Kontakte da, und die Zeit nach der Messe war geritzt. :-) Auf dieser Messe waren alle mir bekannten Kleinserienhersteller außer MeMoTec. Aber mit Herrn Mekelburg habe ich nach der Messe lange und ausführlich telefoniert. (Das aber mal zu einem anderen Zeitpunkt.) Ich will nicht auf alle Hersteller sondern nur auf die Besonderheiten eingehen. Sonst könnte ich hier meinen Sinsheimbericht reinkopieren... Im alten E-Werk fand die Präsentation des Dioramenbauwettberbs statt. Das E-Werk ist eh nicht sehr groß, aber der Platz für die Dioramen war eher als bescheiden zu bezeichnen. Es duften immer nur eine abgezählte Menge Besucher in die 1. Etage zu der Ausstellung. Es war leider alles so aufgebaut, dass ein genaues Betrachten vieler Dioramen nicht richtig möglich war. Zu dem Insider Dioramen-Bauwettbewerb haben sich über 100 Personen angemeldet. Damit hatte Märklin nicht gerechnet. Nach einer Vorauswahl, es mussten Bilder der Dioramen eingesand werden, wurden 34 Modellbauer eingeladen. An die wurden reichlich Preise verteilt. Es gab insgesamt 22 Gewinner in 7 Kategorien. Somit gab es kaum lange Gesichter. Ausserdem war das E-Werk der Insidergeburtstagsort. In Vitrinen waren sämtliche Insiderfahrzeuge in allen Spurweiten ausgestellt. Eine kleine Band duddelte gelegentlich rum. Für Insider gab es hier als Geschenk einen großen Anti-verschütt Trink Becher.
Gut gefallen hat mir die thematische Aufteilung der Ausstellungshallen nach Spurweiten,
die bis auf wenige Ausreißer auch eingehalten wurde. Stadthalle = N + Z Staufenhalle = HO Eislaufhalle = Spur 1 Bahnhof = 220:1 ;) In der Staufenhalle konnte man am MM Stand ein Präsent (M-Jutebeutel) abholen. Das neue Buch über unsere Spur, im letzten MM beworben, wird voraussichtlich erst im Juni/Juli erscheinen. Der kostenlose Reparaturstand von Märklin war auch hier zu finden. Wie alles hier in dieser Halle, war auch er extrem belagert. Auf dem Märklinstand war eine sehr geniale Modulanlage aufgebaut, die mir bis dato noch nicht bekannt war. Es stellte sich heraus, dass dies die Anlage von Manfred Jörger war. Es war mein erster Kontakt mit Herrn Jörger, und der war sehr nett. Ich habe gleich noch einen Gleisreinigungswagen mitgenommen und.... Jaaaa, er hat sein neues Entkupplungssystem vorgestellt. Absolut überzeugend. Für jedermann ohne viel Aufwand nachzurüsten und absolut zuverlässig. In einem stilisierten Bahnhof mit 3 Gleisen wurde im Inneren die Zuglok abgekuppelt und die Hänger dann von einer anderen Lok aus dem Bahnhofsbereich rausgezogen. Der Bereich innen im Bahnhof wurde von einer Videokamera auf einen Monitor übertragen, so dass wir Zuschauer alles genau mitverfolgen konnten. Klasse. Endlich konnte man den Anhalterbahnhof live bestaunen. Ist schon gaaaaanz schön groß. Auf meinen Fotos kann man, glaube ich, ganz gut erkennen das er auch im Inneren gut strukturiert gebaut ist. So sieht der Einblick ziemlich realistisch aus. Ob so etwas auf einer Anlage zu hause möglich ist, kann ich mir nur schwer vorstellen. |
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Die Verbindung der einzelnen Hallen wurde durch ein kostenloses Shuttlesystem sichergesellt. In den Bussen war es immer brechend voll. Trotzdem: ein klasse Service. |
![]() Andrang-am-Shuttle |
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Die Besonderheit gegenüber anderen Modellbahntreffs war im Göppinger Bahnhof zu finden. Hier standen diverse Vorbilder in 220:1 aus verschiedenen Epochen. Mein Highlight hier war eine Fahrt mit einer BR50 die Geislinger Steige rauf ohne Schublok! |
![]() BR38. |
![]() BR50-1 |
![]() BR50-2 |
![]() BR50-3 |
![]() BR75 |
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![]() E103-Innen |
![]() E103 |
![]() ICE3 |
![]() Medley |
![]() S3-6 |

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Moin, liebe Mitbürger. Ich möchte Ihnen hier Kund und zu Wissen tun, daß der Snack "Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erleben" seine Gültigkeit nicht verloren hat. Da meint man als seriöser Hanseat kein Risiko einzugehen, wenn man den Geltungsbereich des Grundgesetzes nicht verläßt, auch wenn man sich in das Gebiet südwestlich der Weser wagt. (Das gespannte Verhältnis zu Bremen hätte mir als Hamburger allerdings eine Warnung sein müssen.) Auch von dem zu besuchenden Menschenschlag der Modelleisenbahner schien keine Gefahr auszugehen. Daß zu guter Letzt auch noch meine grundsolide Schulausbildung in ihren Grundfesten erschüttert wurde, sei hier nur noch am Rande erwähnt. Aber sehen Sie selbst. Die beiliegenden Bilder sind von einem mutigen Reporter unter Einsatz seines Lebens angefertigt worden und dokumentieren die Gefahren, denen ich bei meinem Besuch in den Randgebieten des Balkans ausgesetzt war und glücklicherweise relativ unbeschadet entkommen konnte. Schwer bewaffnete (beachten Sie bitte die leere Bierflasche, die binnen Sekundenbruchteilen an einem Laternenpfahl in eine gefährliche Hieb- und Stichwaffe verwandelt werden konnte) Vertreter des Stammes der sogenannten Schwaben in ihrer weißen Kampfkleidung zwangen mich in ein Fahrzeug der verbündeten schwarz gekleideten vaterlandslosen Gesellen [angeblich handelte es sich bei dem hier zu sehenden Bandenmitglied um einen Hessen, dies ist allerdings zu bezweifeln, da aus seinem Verhalten eher abzuleiten ist, daß es sich um einen Mischlingsnachkommen der Cherusker (Todfeinde der zivilisierten Römer) und Mongolen (asiatische Horden, die erbarmungslos Europa überrannten und bei ihrem letzten Einfall 1944/45 eben gerade solche Fahrzeuge zurückließen) handelt]. Letzterer behauptete auch noch im Rheinland wohnhaft zu sein; bekanntermaßen sind dort in den letzten tausend Jahren alle Übel Europas durchgezogen... Wie dem auch sei. Diese gemeingefährlichen Zeitgenossen stülpten mir hönischerweise einen Bauhelm aufs Haupt, da sie meinten damit dem grundgesetzlichen Recht auf körperliche Unversehrtheit genüge zu tun. Zynischerweise war dieser Helm auch noch als Arbeitsmittel des TÜV ausgewiesen - allerdings des süddeutschen, was, wie ich inzwischen weiss, die Sache ein wenig relativiert. Denn -und hier kommt die erschütterte Schulbildung ins Spiel - der Balkan beginnt nicht hinter Budapest oder Passau, wie einige Menschen nördlich des Main behaupten, sondern ganz klar spätestens schon auf Höhe des letztgenannten Flusses. So ausstaffiert wurde ich auf einen Höllenritt quer durch die Modellbahnkapitale gezwungen. Währenddessen wurde ich noch zur Teilnahme an der diesen Individuen eigenen Form des Stierkampfs aufgefordert. Bei diesem werden allerdings keine Stiere eingesetzt sondern reale Züge. Da der Barbar sich auf die Corrida* konzentrierte ist ihm glücklicherweise entgangen, daß ich mich diesem Wahnsinn entzog. Nach einigen Kilometern voller Gefahren und - ja das sei hier zugegeben - Angst, zahlte sich der Umstand aus, daß wir uns eigentlich zu einem festlichen Anlaß in der düsteren Metropole der Möchtegernweltenlenker (gemeinhin als Modellbahner verharmlost) getroffen hatten. An diesem Abend ließen sie Gnade vor ihrem Recht ergehen und mich am Leben. Obgleich die drogenreiche Zusammenkunft im Freien stattfand, hat meine Gesundheit keinen weiteren Schaden genommen. Am nächsten Tag konnte ich dann glücklicherweise dem Einflussgebiet dieser furchterregenden Stämme in unsere weltoffenen Heimatstadt entkommen. Ergebenst Ihr Otti (verdammt noch mal, wie heißt Du eigentlich mit bürgerlichem Namen?) * Arnim wollte auf dem Göppinger Bahnhof nur noch schnell ein paar Fotos schiessen. Dazu mussten wir über die Gleise. Wir wollten den kurzen Weg.... Also ab . Ein Bahnbeamter der uns sah, rief gleich lauthals hinter uns her. Ich Feigling blieb stehen, Arnim ließ sich aber nicht aufhalten. --- Durch den Lärm eines am Bahnsteig stehenden Zuges, und darauf konzentriert den Bahnbeamten nicht zu hören :-), ist Arnim fast direkt vor einen einlaufenden ICE gerannt. |