Jaaa und auf mein erstes von mir überhaupt angefertigtes
Gleisbildstellwerk bin ich wirklich stolz. Es ist nicht perfekt,
aber für ein Erstlingswerk gut gelungen. Nachdem keiner von den
selbst (oder per Gesellenbrief von höherer Stelle) ernannten
Fachleuten dazu in der Lage war, meine Schaltung auf dem Papier
für gut oder schlecht zu befinden, habe ich mir die Bauteile bei
Conrad besorgt und losgelegt. Meine Einknopf-kann-alles-Schaltung
fliegend gelötet. Wenn da mal ein Draht abgeht, habe ich verloren
:-)    Aber, es geht!!!!     Freude.
Zur Verteidigung der Fachleute sei gesagt, dass ich die Bauteile
wie auf einem Bestückungsplan gezeichnet habe und nicht mit
den Symbolen, wie sie es gewohnt sind. Aber bitte, wie zeichne ich
ein Relais in seiner Funktion????

Die Modellbauwelt in Hamburg war der Härtetest und es hat sich bewährt.
In technischer und funktioneller Hinsicht.
Bild oben:
die roten Knöpfe sind für die Jörger Entkuppler.
Am Gleisende die schwarzen Knöpfe schalten die Weichen,
die LED's und den Fahrstrom.
Möglich durch die Mithilfe diverser Relais.

Der Drehknopf links unten ist für den Jörger Regler,
der den Loks erst ein vernünftiges Rangieren ermöglicht.


Das nächste Problem lächelt mich schon an. Wieder eine Weiche :-(
Die ist allerdings nicht auf dem Segment verbaut......... sondern
soll daran anschließen.. tja, wenn man nicht genau arbeitet.......

Die beiden Gleise, die von dem Hafensegment wegführen, schliessen
direkt an eine Weiche an. Jetzt, beim Herstellen der Zufahrt fällt
auf, dass die Weiche nicht vernünftig an die beiden Gleise passt.
Ich muß die beiden Weichenschenkel jeweils um 2 mm
verlängern. Wer keine Arbeit hat....
Aber es geht. Ich bekomme tatsächlich so kurze Gleisstücke
angelötet. Na ja, eigentlich nicht :-)
Ich habe erst einmal ein Gleis angelötet und das dann so
abgelängt, dass an der Weiche so kurze Stücke zurückblieben.
Die Lötstellen habe ich dann noch ausgiebig nachgeschliffen, um
die Übergänge zu egalisieren und überflüssiges Lot zu entfernen.

Hier der Anschluß an das Segment mit der Zufahrt
die für die Messe gebaut wurde.
Gegen meine Vermutungen hat es hervorragend
funktioniert obwohl ich direkt
an der Weiche den Anschluß hatte.

Es war übrigens nicht mein einziges Problem... Normalerweise
werden die Weichen ja mit Wechselstrom geschaltet. Damit ich die
Logik für die Weichenstraßen-Schaltung hinbekomme, durfte sie von
nun an nur noch mit Gleichstrom erfolgen. Den Märklin Weichen
macht das gar nichts (Wenn man zu lange auf den Taster drückt,
brennen sie ab, weil sie so heiß werden, aber das weiß ja eh jeder
:-) ), aber ich habe ja einen Antrieb Unterflur von Conrad
dabei.... Ich hatte ihn von der ganzen Verkabelung so ausgelegt,
ihn normal mit Wechselstrom zu schalten. Nur dass ich noch nicht
so weit gedacht hatte, da keine Erfahrung bislang damit, dass ich
ja auf Gleichstrom umsteigen muss, um den Aufbau der Logik mit
Hilfe der Dioden durchzuführen.... Nun stand ich da mit meinem
dünnen Hemdchen und dem Antrieb von Conrad... Was tun?? Unter die
Platte geguckt und nachsehen, was da für Kabel aus dem Ding
rauskommen..... Die Anleitun g wäre auch nicht schlecht gewesen
aber die habe ich gut weggelegt, zu gut :-( Also da kommen einmal
2 braune und ein roter Draht raus, und 2 blaue und ein gelber.
Klar, das sind die Schaltdrähte wie bei Märklin.... Verdammt, wie
war das noch, ich hatte beim Einbau alles durchgetestet, aber das
ist schon fast ein Jahr her....... Hmmm ging alles nicht... Also
kein Problem, den Antrieb öffnen. Von der Platte entfernen auf
keinen Fall, ich bekomme ihn bestimmt nicht wieder so präzise
justiert. Oh prima, da fällt mir auch schon das Antriebsritzel
entgegen :-O. Das wird durch den Deckel als Lagerbuchse gehalten.
Na klasse. Das ist mein Kaputtmachtag heute... aber immerhin ich
kann erkennen, dass die blauen und das gelbe Kabel für die
Rückmeldung sind und die braunen und das rote für den Antrieb.
Das Zusammenpuzzeln war nicht schlimm, hat nur 20 min gedauert,
ist ja Hobby, und der Weg ist das Ziel.... Beim Entwirren des
Kabelbaumes fallen mir jet zt auch die Dioden in den Zuleitungen
auf. Die machen also den Gleichstrommotor Wechselstrom fähig.
Ich grübel über einer Schaltung und werde als Dank für meine
Hartnäckigkeit erleuchtet. Ein Relais ist die Lösung. Siehe da, es
geht. Puhhh, Glück gehabt. Viel gelernt. Mit Schaltungen habe ich
bislang gar nichts zu tun gehabt. Der Physikunterricht in der
Schule ist auch schon eine Weile her. Gut, dass ich da mal
aufgepasst hatte ;-)

Jetzt funktioniert übrigens alles perfekt, inklusive der genialen
Entkuppler von Jörger. Jetzt, wo ich alles über mein neues Pult
schalten kann, macht es richtig Spaß, den Rangierbetrieb nachzustellen.


Damit ein Rangieren und Verteilen der Containerwagen auf die
ganzen Gleise möglich wird, habe ich drei Entkuppler von Jörger
eingebaut. Der Einbau ist nicht ganz unproblematisch, da man ja
nicht möchte, das davon viel zu sehen ist wenn alles fertig ist.





Das Loch in den Gleisverlauf gesägt

Gut zu sehen, die Halteklammern, die Entkuppler habe ich zu einem Paket geschnürt.



Blick von der Rückseite auf die montierten Entkuppler

Testbetrieb, die Kupplungen werden gerade durch das Magnetfeld auseinander gedrückt.

Die Zwischenräume werden aufgefüllt und später wird alles angepaßt





Biegen des Metallstücks das an den Kupplungshaken kommt. Dieses spezielle Biegewerkzeug gibt es auch bei Jörger


Farbliches Nachbehandeln der Kupplungen damit der Umbau nicht auffällt



Die umgebauten Kupplungen aus der Nähe

Eingebaut fallen die Entkuppler dann kaum noch auf. Deswegen der Fingerzeig....



Jetzt auf dem fertigen Segment kann ein langer Containerzug seine
Anhänger auf die Gleise verteilen, in dem immer pro Gleis einige
Hänger abgekuppelt werden. Der Kran verteilt die Container dann
auf die LKW oder ein im Hafen liegendes Schiff.

Am Ende steht also eine Industrieanlage, die ihrer Vorlage sehr
nahe kommt, in sich schlüssig ist, und dem Märklin-Kran ein
passendes und schönes Z-Zuhause gibt.


SeitenAnfang | Start | Weiter

 

 

 

Containerhafen Lübeck CTL