Gut geklappert ist halb gewonnen

Klappern gehört zum Handwerk, heißt es.
Ich muss zugeben, Werbung für meine Bücher zu machen, gehört nicht zu meinen Lieblingsaufgaben.

Manchmal kann Werbung aber auch Freude machen. Zum Beispiel, wenn der ortsansässige Supermarkt einen engagierten Leiter mit einem großen Herz für lokale Produkte hat.
So steht mein Marzipanmädchen – signiert natürlich – nun also neben Marzipantorten mit örtlichem Motiv – welch eine schöne Geschenkidee. Mal sehen, ob die Kunden das auch so sehen 😉

Criminale 2018

Einige Vorträge und auch die Vollversammlung fanden im prächtigen Stadthaus statt.

Über die Criminale habe ich schon mehrfach berichtet und werde es bestimmt auch noch öfter tun. Warum? Weil es die Top-Veranstaltung des Jahres vom Syndikat ist, der Vereinigung deutschsprachiger Krimi-Autoren. Und obwohl Krimi nun nicht gerade mein Schwerpunkt ist, habe ich im Syndikat doch meine berufliche Vereins-Heimat gefunden.

Übrigens kann man die Criminale auch besuchen, ohne Mitglied oder Autor oder Verleger oder Buchhändler zu sein. Sondern einfach nur so. Als Krimi-Fan, der Lesungen hören, Autoren treffen, an einer Preisverleihungsgala teilnehmen möchte. Darüber erzähle ich in dieser Rubrik in einigen Wochen gerne mehr …

Krimi-Autoren produzieren Leichen. Da liegt es nahe, den örtlichen Friedhof zu besuchen. Der Stadtgottesacker ist auch für Nicht-Kriminalisten sehenswert.

Jedes Mal findet die Criminale in einer anderen Stadt statt. Dieses Mal ist es Halle an der Saale. Eine tolle Stadt! Mit tollen Leuten! Heute Morgen bei der Vollversammlung waren wir uns einig: eine absolute Wohlfühl-Criminale, bei der alles super geklappt hat.
Wunderbare Veranstaltungsorte – vom ehrwürdigen Stadthaus bis zur Ulrichkirche – ein abwechslungsreiches Programm, dazu überall freundliche, gut gelaunte und sehr hilfsbereite Menschen, mehr geht nicht.
Ach doch: Das Wetter hat nämlich auch noch mitgespielt, sodass es eine doppelte Freude war, die Gassen und Sehenswürdigkeiten zu entdecken.

Aller guten Dinge sind vier

Von links: Clara Weißberg, Frank Friedrichs, Lena Johannson, Matthias Teut

Schreiben ist ein überwiegend einsamer Beruf. Darum freue ich mich über jede Gelegenheit, mich mit Kollegen auszutauschen.

Richtig viel Spaß machen Lesungen mit mehreren Autorinnen und Autoren. Darum und weil wir uns für unsere Zuhörer ein wirklich schönes Konzept ausgedacht haben, gibt es uns jetzt als Viererpack!
WIR sind Clara Weißberg, Matthias Teut, Frank Friedrichs und ich.
Vier Schriftsteller – vier Genres.

Die Idee ist, dem Publikum an nur einem Abend vier ganz verschiedene Kategorien von Geschichten zu präsentieren. Mit dabei ist Fantasy, der Frauenroman, natürlich Krimi und historischer Roman. Vier Menschen – vier Arten, den Text vorzutragen. Spannende, witzige, turbulente Stunden sind garantiert. Obendrein haben unsere Zuhörer noch die Möglichkeit, uns mit Fragen zu bombardieren.

Unser erster Termin in dieser Formation wird im August in Harsefeld sein. Näheres rund zwei Wochen vorher in der Rubrik Termine.
Ach übrigens, man kann uns auch buchen! Sprechen Sie mich gerne an.

Jede Menge erste Schritte

Schöne Kombination aus traditioneller und moderner Architektur.

Die Buchmesse Leipzig steht vor der Tür. Dort entstehen immer neue Ideen. Genau wie bei der großen Schwester, der Buchmesse in Frankfurt. Manche dieser Ideen verwirft man früher oder später, andere begleiten einen lange, ehe man sie umsetzen kann. Aber einige drängeln auch. So ist es mir im letzten Oktober ergangen.

Ein neuer Einfall, ein Verlag, der ihn haben will. Als Autorin frage ich mich da zuerst: Trägt das Thema wirklich für einen ganzen Roman? Was hängt alles an der Grundidee dran, woraus könnte man Nebengeschichten entwickeln? Wenn die Antwort auf die erste Frage JA lautet, und es beim Nachdenken über die zweite nur so sprudelt, ist das ein gutes Zeichen!

Der nächste Schritt ist die Recherche. Und die erforderte dieses Mal sehr viele Schritte von mir, denn ich war in Hamburg unterwegs. Zu Fuß natürlich, das Wetter war schön – ist schon eine Weile her – und ich wollte auf keinen Fall auch nur den kleinsten Hinweis, ein bedeutendes Gebäude oder die Atmosphäre zwischen Hafen und Kaufmannshäusern verpassen.

… als wäre die Zeit stehengeblieben.

Neben der Bibliothek der Handelskammer, in der ich in Unterlagen ganz spezieller Firmen geblättert habe, besuchte ich das Speicherstadtmuseum und auch das Museum für Hamburgische Geschichte. Und ich hatte ein sehr nettes Gespräch mit einem Hamburger Kaufmann, der eine solche ganz spezielle Firma leitet, ein Familienunternehmen mit

Hier ist der Tipp. Na, erkannt?

langer Tradition. Was denn nun das Spezielle ist?
Verrate ich nicht. Noch nicht.
Aber ich gebe einen kleinen optischen Tipp.

 

 

 

Tja, so ist das manchmal. In Frankfurt entsteht eine neue Idee, und in Leipzig ist schon ein großer Brocken davon umgesetzt 🙂
Mehr dazu demnächst auf dieser Seite.

Viel Spaß für den guten Zweck

Anfang Dezember habe ich die Initiative Verschenke eine Wohnzimmerlesung vorgestellt.

Ich freue mich riesig, dass ich für drei Lesungen gebucht wurde, denn das spült Geld in die Kasse von DocMobile. Diese Organisation von Ärzten kümmert sich um Flüchtlinge in Griechenland.
Die erste der drei Veranstaltungen hat jetzt stattgefunden. Sehr nette Gastgeber hatten alles ganz wunderbar vorbereitet und ihren zwölf Gästen und mir einen rundum angenehmen Abend bereitet.
Dafür von mir noch mal ein herzliches Dankeschön!

Wer Interesse an weiteren Hintergrundinformationen zu dieser Spendenaktion hat, findet sie auf der Homepage der Gastgeberin. Ein Besuch lohnt sich, denn auf ihrem Blog beschreibt sie viele spannende Reisen.

Mentorin

Odysseus‘ Sohn Telemachos mit Mentor

Welch ein Jahr: Neben den Manuskripten, die ich schreiben werde, begleiten mich zwei ganzjährige Projekte. Eins ist die Arbeit in einer Jury, das andere nennt sich MentoringKUNST. Aha …

Im Wirtschaftslexikon ist zu lesen: Tätigkeit einer erfahrenen Person (Mentor/in), um ihr fachliches Wissen an eine unerfahrene Person (Mentee) weiterzugeben. Der Begriff taucht schon in der Mythologie auf. Dort heißt eine Figur, die dem Sohn von Odysseus mit Rat und Tat zur Seite steht, Mentor.

Vor gut zehn Jahren ist mein erster Roman erschienen. Dass ich damals und seitdem fast jeden Tag Erfahrungen mit Lektoren, Marketingleuten, Berufsverbänden, Autorenvereinigungen, bei Lesungen und natürlich ganz besonders viel beim Recherchieren gesammelt habe, kann man wohl sagen. Wie schön, die an eine jüngere, wenn auch nicht gänzlich unerfahrene Kollegin, weitergeben zu dürfen.
Das Förderprogramm soll Bildende Künstler und eben Autoren in Mecklenburg-Vorpommern bei ihrer professionellen Entwicklung unterstützen. Mindestens viermal in diesem Jahr werden meine Mentee und ich zusammensitzen, um ihre aktuellen Fragen zu klären. Manchmal wird es vielleicht reichen, wenn ich ihr zuhöre, dann wieder werde ich bestimmt mal meine Unterlagen durchwühlen müssen. Obendrauf gibt es verschiedene Vorträge und Arbeitstreffen mit allen Teilnehmern des Programms.

Ich freue mich sehr auf den Erfahrungsaustausch, der auch mir, dessen bin ich sicher, Denkanstöße und Lerneffekte bescheren wird. Und ich finde es prima, eine liebe Kollegin auf das eine oder andere Hindernis hinweisen zu können, über das ich als junge Autorin gestolpert bin. Älterwerden hat eben auch schöne Seiten 🙂

Fröhliche Weihnachten und ein gutes neues Jahr!

Der letzte Text ist verschickt, neue Ideen sind skizziert oder nehmen schon Gestalt an. Doch allmählich kehrt Ruhe ein.

Und weil nicht nur Weihnachten vor der Tür steht, sondern das Jahr 2017 auch in wenigen Tagen Geschichte sein wird, halte ich kurz inne und blicke zurück.
Neue Bücher sind erschienen, einige haben schnell neue Auflagen bekommen, wie etwa Sanddornsommer und Die Bernsteinhexe. Ich hatte viele gut besuchte Lesungen und bekam zauberhafte Leserpost.

Darum möchte ich Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, ganz herzlich für Ihr Interesse und Ihre Treue danken! Ohne Sie würde ich diese wundervolle Arbeit nicht machen können.
Aber dank Ihrer ungebremsten Leselust wird es ein Wiedersehen mit Coach Franziska Marold, Nik und dem gesamten Team des Sanddornsommer geben. Und im Frühjahr 2019 praktiziert auch Halligärztin Wiebke wieder auf Pellworm und hat mit Töchterchen Maxi einige Abenteuer zu bestehen.

Ich wünsche Ihnen harmonische und entspannte Feiertage, einen guten Rutsch und für 2018 Gesundheit, unzählige Anlässe zur Freude, Zufriedenheit und immer ein gutes Buch zur Hand!

Herzlich,
Ihre Lena Johannson

 

 

Wohnzimmerlesung verschenken und Gutes tun

Foto: Joy Schalunke

Je näher der 24. Dezember rückt, desto mehr Bettelbriefe landen im Kasten. Verständlich, die Not ist überall auf der Welt groß, und die Hilfsorganisationen brauchen Geld. Also appellieren sie gerade in der Weihnachtszeit an Ihr Herz.

Gut und wichtig, aber es geht noch besser. Nämlich so: Die Initiative Autoren helfen hat sich die originelle Aktion Verschenke eine Wohnzimmerlesung ausgedacht. Schriftstellerinnen und Schriftsteller bieten an, gegen eine Mindestspende von 100 Euro im Wohnzimmer des Beschenkten aus ihren Büchern zu lesen. Die Spender erhalten einen schön gestalteten Gutschein, den sie unter den Christbaum legen können.
Die Lesung findet, nach Absprache mit dem gewählten Autor, im nächsten Jahr statt.

Selbstverständlich kommen die Spenden zu 100% dem guten Zweck zugute. Und das ist die Hilfsorganisation DocMobile, die dringend Unterstützung bei ihrer Arbeit in den Flüchtlingscamps auf den griechischen Inseln benötigt.

Mich kann man buchen, aber auch Buchpreisträger und andere Bestseller-Kollegen aus ganz Deutschland. Wirklich toll: Wir lesen natürlich alle für den guten Zweck, verzichten also auf unsere Einnahme. Normalerweise liegt ein Lesungshonorar bei etwa 300 Euro aufwärts. Es ist also sozusagen ein Schnäppchen und eine tolle Gelegenheit, die Liebsten oder sich selbst mit etwas wirklich Besonderem zu beschenken. Denn außer, dass man gemütlich etwas vorgelesen bekommt, lernt man eine Schriftstellerin oder einen Schriftsteller kennen, kann ihr oder ihm Fragen stellen, und etwas aus dem Autorenalltag erfahren.

Wer in Ihrer Region dabei ist, steht auf einer Seite von Autoren helfen. Mich findet man unter Diverse Städte. Die Aktion läuft noch bis zum 21.12.2017, und ich würde mich ganz doll freuen, wenn ganz viele Kollegen und ich im nächsten Jahr jede Menge Benefizlesungen im privat-intimen Rahmen hätten.

 

 

Und was sagt meine Romanfigur dazu?

Einige Kurse der Bundesakademie für Kulturelle Bildung finden im Schloss Wolfenbüttel statt.

Endlich mal wieder Wolfenbüttel. Endlich mal wieder ein Seminar bei dem wunderbaren Markus Orths.

Dieses Mal geht es um biografische Romane. Was darf ich, was darf ich nicht, wenn ich über jemanden schreibe, der wirklich einmal gelebt hat? Und wie gelingt es mir, den Charakter einer echten Figur zu greifen und dem Leser zu vermitteln?
Spannendes Thema. Markus versteht es prächtig, aus historischen Figuren literarische zu machen. Mein Lesetipp darum sein neuer Roman Max über den Maler Max Ernst.

Übrigens …ich werde in den nächsten Monaten versuchen, Dorothea Christiane Erxleben möglichst nah zu kommen. Sie war die erste und für lange Zeit einzige Ärztin in Deutschland, die promovieren und ihren Beruf höchst offiziell ausüben durfte. Mein Roman über sie soll im Herbst 2018 erscheinen.

Buchmesse 2017

Es ist wieder Buchmesse in Frankfurt!

Das bedeutet: Hier einer Lesung lauschen, da ein bisschen bei einem Vortrag zuhören, durch die Flure hasten, um die Termine mit Verlagsmenschen und Agenten im Halbstunden-Takt zu schaffen.
Buchmesse ist immer ein wenig anstrengend – Menschenmassen, schlechte Luft, strammer Zeitplan. Buchmesse ist aber vor allem immer Inspiration. Man stöbert kleine feine Verlage auf, bewundert kostbare Bildbände und Bücher in jeglicher Form, wie zum Beispiel solche aus Holz.

Besonders schön und wichtig ist die Begegnung mit den Menschen, die einen so großen Anteil am Erscheinen meiner Bücher haben. Mein Agent lotet aus, zu welchem Verlag meine Ideen passen könnten, und macht die Verträge. Lektoren, Presse-, Marketing- und Vertriebsverantwortliche werfen einen liebevoll kritischen Blick auf das Manuskript, geben ihm ein Äußeres und sorgen dafür, dass am Ende der fertige Roman in den Buchhandlungen liegt.
All diese wichtigen Kollegen wenigstens alle paar Jahre von Angesicht zu Angesicht zu sehen, ist eine große Freude!